Blühstreifen im Vorhaltebecken an der Perkamer Straße angelegt
Warum brauchen wir Blühflächen?
Unsere Kulturlandschaft wird maßgeblich durch die Landwirtschaft geprägt. Die in vielen Jahrtausenden entstandene mannigfaltige Kulturlandschaft hat sich inzwischen stark verändert. Das Nahrungsangebot für Blüten suchende Insekten wird immer knapper, vor allem ab Juni, wenn die Frühblüher vorbei sind. Blühflächen liefern Nektar und Pollen für Blüten suchende Insekten und bieten Struktur, Deckung und Nahrung für Wildtiere in der offenen Feldflur. Artenreiche Blühflächen bieten in jeder Hinsicht einen vielfältigen Lebensraum.
Blühende Argumente
- Erhöhung der biologischen Vielfalt (Biodiversität)
- Nahrungsquelle für Bienen und andere Blütenbesucher
- Bereitstellung von Nahrungs-, Brut- und Rückzugsräumen für viele Wildtiere
- Bessere Vernetzung von Lebensräumen
- Entstehung von Pufferzonen = Erfüllung von Abstandsauflagen
- Bodenverbesserung
- Erosions- und Gewässerschutz
- Nützlingsförderung und biologische Schädlingsbekämpfung (wertvolle Helfer sind z.B. Marienkäfer, Schwebfliege, Laufkäfer)
- Beitrag der Landwirtschaft zum Natur- und Landschaftsschutz - Kommunikationsbrücke zwischen Landwirt und Bevölkerung
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
https://www.lfl.bayern.de/iab/kulturlandschaft/136197/index.php

Gruppenbild der freiwilligen Helfer beim Anlegen von Blühstreifen.
Aus diesen Gründen beteiligt sich auch die Dorfgemeinschaft Oberharthausen an dieser Aktion. Als Platz wurde das Vorhaltebecken an der Perkamer Straße für geeignet befunden.
So startete die Aktion am Samstag, den 2. Mai. Wick Stautner zog mit seiner Fräse 10 Bahnen für die Blühstreifen. Familie Pömmerl brachte den Samen aus und ebnete die Fläche. Ortssprecher Peter Schneck verdichtete dann mit einer Handwalze den Boden. Als Saatgut wurde die erprobte „Veitshöchheimer Bienenweide“ ausgebracht, die auch z.B. Franz Lehner in Rain auf seiner Blühfläche von 21000 m2 ausbringt. Die Kosten für das Saatgut wird von der Dorfgemeinschaft übernommen.
Genehmigung durch die Stadt Geiselhöring:
Herr Erster Bürgermeister Lichtinger hat mir Ihre E-Mail zur Bearbeitung weitergeleitet (13.11.2019)
Generell darf in Regenrückhaltebecken nichts angebaut werden, was die Dichtheit der Regenrückhaltebecken gefährdet.
Folglich dürfen in einem Regenrückhaltebecken keine Sträucher, Bäumer und ähnliche Dinge angebaut werden.
Da eine reine Blumenwiese auf die Dichtheit keine andere Auswirkung wie das Gras hat, welches momentan wächst, spricht nichts gegen den Anbau einer Blumenwiese bzw. von mehreren Blumeninsel. Aufgrund dessen stimmt die Stadt Geiselhöring den Anbau zu.
Die Anbauarbeiten und der Kauf der entsprechenden Saatkörner soll auf eigene Kosten der Dorfgemeinschaft Oberharthausen erfolgen. Die Mäharbeiten werden natürlich auch weiterhin von der Stadt Geiselhöring durchgeführt.
Soweit sich die Regenrückhaltebecken aufgrund Niederschlagsereignissen füllen und dadurch Schäden an der Blumenwiese entstehen, übernimmt die Stadt Geiselhöring keine Haftung.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Pielmeier
Leiter Bauamt
Somit hat sich auch Oberharthausen aktiv am Bayerischen Kulturlandschaftsprojekt beteiligt.
Die Dorfgemeinschaft Oberharthausen bedankt sich bei Wick Stautner, der Familie Pömmerl und Ortssprecher Peter Schneck für das freiwillige Ausbringen der Blühsamen.
Möge das Vorhaltebecken in großer Schönheit aufblühen und möglichst viele Bienen und Hummeln anlocken. Mit dieser Maßnahme kann sich Oberharthausen sehen lassen.
Schön, dass es jetzt auch in Oberharthausen solche Blühflächen gibt!