Bundestagswahl 2021

Wahl zum 20. Deutschen Bundestag am 26. September 2021

(Informationen von der Stadt Geiselhöring)

 

          

WAHLRECHTSVORAUSSETZUNGEN

Wählen können alle Deutschen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland eine Wohnung innehaben oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

                   
WAHLBENACHRICHTIGUNG

Ab sofort werden in der Stadt Geiselhöring die Wahlbenachrichtigungen an die Wahlberechtigten verteilt. Der Wahlberechtigte wird hier u.a. über das für ihn maßgebliche Wahllokal, die Erreichbarkeit des Wahllokals (Barrierefreiheit) sowie seine Nummer im Wählerverzeichnis der Stadt informiert. Sollte ein Wahlberechtigter bis 05.09.2021 keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, informieren Sie bitte umgehend das Wahlamt der Stadt Geiselhöring. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich der Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins mit Briefwahlunterlagen.

                  
BRIEFWAHL IN GEISELHÖRING
Ein Wahlschein kann bis Mittwoch, 22.09.2021, 12.00 Uhr beantragt werden. Das Wahlamt empfiehlt, den Antrag rechtzeitig zu stellen, um einen fristgerechten Rücklauf an das Wahlamt zu gewährleisten.

                    

Ein Wahlschein kann schriftlich mit dem Wahlbenachrichtigungsbrief, postalisch sowie über das Bürgerserviceportal (https://www.buergerserviceportal.de/bayern/geiselhoering/bsp_ewo_wahlschein) beantragt werden. Die Person des Antragstellers ist dabei so zu bezeichnen, dass eine Identifizierung durch das Wahlamt möglich ist (Nachname, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift). Auch E-Mail, Telegramm, Fernschreiben und Telefax erfüllen die Schriftform. Wahlschein und Briefwahlunterlagen werden dann durch das Wahlamt postalisch verschickt.

                            
Wahlschein und Briefwahlunterlagen können auch persönlich im Briefwahlbüro der Stadt Geiselhöring, Stadtplatz 4, Zimmer 3 und 4 beantragt und abgeholt werden. Im Briefwahlbüro besteht auch die Möglichkeit, die Briefwahl an Ort und Stelle auszuüben. Eine Wahlkabine und eine verschlossene Wahlurne stehen hier zur Verfügung. Eine vorherige Terminvereinbarung ist für die Beantragung der Briefwahlunterlagen nicht nötig.

                     
Eine Beantragung per SMS oder eine telefonische Antragstellung ist nicht zulässig.

                
Wer den Antrag für einen anderen stellt, benötigt eine gesonderte schriftliche Vollmacht.
Zur Abholung der Briefwahlunterlagen durch eine andere Person ist eine schriftliche Vollmacht, die im Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins mit Briefwahlunterlagen abgedruckt ist, auszufüllen. Die bevollmächtigte Person darf nicht mehr als vier Wahlberechtigte vertreten.
Wahlberechtigte mit Behinderung können sich bei der Antragstellung einer Hilfsperson bedienen.

                       
Die ausgefüllten Wahlbriefe kann der Wähler dem Wahlamt der Stadt entweder unentgeltlich (im Inland in einem amtlichen Wahlbriefumschlag) auf dem Postweg, persönlich durch Abgabe im Briefwahlbüro oder durch Einwurf in den Briefkasten der Stadt Geiselhöring am Haupteingang zustellen. Die Wahlbriefe müssen bis spätestens 26.09.2021, 18.00 Uhr eingegangen sein.

              
Einzelheiten zur Stimmabgabe bei der Briefwahl und Verwendung der Briefwahlunterlagen können Sie dem den Briefwahlunterlagen beigefügten Merkblatt entnehmen.

 


Deine Stimme zur Bundestagswahl 2021 gibst du auf dem Stimmzettel ab.
In deinem Wahllokal, welches auf deiner Wahlbenachrichtigung angegeben ist, kannst du am 26. September von 8 - 18 Uhr deine Stimme abgeben. Und natürlich kannst du auch vorher per Briefwahl wählen.


Erststimme

Mit der sogenannten "Erststimme" stimmst du für einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus deinem Wahlkreis. Der Kandidat der im Wahlkreis die meisten Stimmen auf sich vereint, zieht direkt in den nächsten Bundestag ein. Unser Wahlkreis ist der Wahlkreis "147 - Hochsauerlandkreis". Insgesamt gibt es übrigens 299 solcher Wahlkreise in Deutschland. Es werden also 299 direktgewählte Politikerinnen und Politiker Teil des deutschen Bundestags.



Zweitstimme

Insgesamt hat der Deutsche Bundestag 598 Sitze. Mit der "Zweitstimme" wird ermittelt, wie viele dieser Sitze einer Partei zustehen. Sofern eine Partei mindestens 5% der Stimmen erhalten hat, steht ihr der entsprechende Anteil an den Sitzen zu. Mit eurer Zweitstimme stimmt ihr für die sogenannte "Landesliste" einer Partei. Hier haben die Parteien jeweils festgelegt, welche Personen sie gerne als Abgeordnete in den Bundestag senden würde. Je nachdem, wie viele Abgeordnete einer Partei durch die Erstimme in das Parlament kommen, wird die durch die Zweitstimme gewonnen Gesamtzahl der Sitze "aufgefüllt". 

Dieses System ist übrigens auch der Grund für die sogenannten Überhangmandate, die dazu führen können, dass im Bundestag mehr als die geplanten 598 Abgeordneten sitzen. Ganz einfach gesagt: Erhält eine Partei durch die Erstimme mehr Sitze, als ihr nach dem prozentualen Ergebnis der Zweitstimme zustehen, dann erhalten die anderen Parteien entsprechende Überhangmandate, um dieses Ungleichgewicht wieder auszugleichen.

 

muster

 

MdB Alois Rainer (CSU)

(Quelle: Deutscher Bundestag/Inga Haar)

Alois Rainer, MdB (CSU): 
Ich bin in Straubing geboren und fasziniert, welche Entwicklung die Stadt in den letzten Jahrzehnten vollzogen hat. Weiter verbinde ich mit der Stadt den miterlebten wirtschaftliche Aufschwung, Gäubodenvolksfeste, Sportveranstaltungen und die langjährige gute Zusammenarbeit mit den Lokalpolitikern. Ich bin froh, Straubing mit vielen Fördergeldern unterstützen zu können. - Für mich ist Straubing die Stadt der nachwachsenden Rohstoffe und Innovationsmotor. Der Schwerpunktbereich des Universitätsstandortes kommt den Menschen und der Wirtschaft zugute. Durch Zuzug und steigenden Bedarf an Infrastruktur habe ich den dauerhaften ICE-Halt 2020 etabliert. Für Familien ist Straubing mit kurzen Wegen in den Bayerwald angesagt. - Ich habe Straubing in vielen Bereichen stark unterstützt. Insgesamt fließen in das Eisstadion, Rathaus, Ursulinenkirche, Kunstrasenplatz, Radwege und heimische Pflanzen 15,2 Millionen Euro Sonderfördermittel. Straubing hat kräftig in die Fahrrad-Infrastruktur investiert. Den Trend unterstütze ich gern weiter. Außerdem liegt mein Fokus auf dem Erhalt moderner Arbeitsplätze.

 

 

MdB Erhard Grundl Die Grünen

Erhard Grundl, MdB (Die Grünen)

(Quelle: German Popp)

 

Erhard Grundl, MdB (Die Grünen):
Ich bin in Mallersdorf geboren und lebe seit über 30 Jahren in Straubing. Hier haben meine Frau und ich geheiratet. Hier sind unsere Kinder geboren und aufgewachsen. Der Stadtplatz, die Box-Arena, einige Fußballplätze und das Eisstadion sind ein bisschen wie Wohnzimmer für mich. In Straubing bin ich daheim. - Der Samstagvormittag am Straubinger Stadtplatz ist unvergleichlich. Die Leute sind direkt und egal ob Kritik oder Lob, man kommt schnell zum Punkt. Das gefällt mir. Gleichzeitig gibt es eine sehr gute und spontane Gesprächskultur. Das sollten wir uns unbedingt erhalten. - Trotzdem ist die Spaltung der Gesellschaft auch in Straubing ein Problem. Denn diese Spaltung rüttelt an den Grundfesten unserer Demokratie. Teile der Straubinger Bevölkerung fühlen sich durch keine politische Partei vertreten. Das treibt mich um. Die vordringlichste Aufgabe eines Bundespolitikers sehe ich darin, als wichtigstes Ziel im Blick zu haben: Soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit. Das alles hängt zusammen. Hier darf sich niemand, der politische Verantwortung trägt, wegducken. Die Leute wollen gerade da Ergebnisse sehen und da muss eine neue Bundesregierung endlich liefern.


 

MdB Corinna Miazga AfD

MdB Corinna Miazga (AfD)

(Quelle: A. Miazga)

 

Corinna Miazga, MdB (AfD): 
Mich verbindet persönlich mit Straubing mein Mann. Für ihn habe ich 2008 meine Heimat verlassen und bin nach Straubing gezogen. - Was verbinde ich generell mit Straubing? Das Gäubodenvolksfest! - Straubing verfügt über eine recht gute Infrastruktur und ist günstig gelegen sowohl für den Tourismus - als große Stadt vor dem Bayerischen Wald - als auch in Anbindung an die Metropolregion Regensburg. - Man kann im Bereich Wirtschaftsentwicklung und Tourismus noch mehr tun. Straubing ist eine attraktive Stadt und das muss noch weiter in Deutschland und in der Welt bekannt gemacht werden. Wir brauchen mehr Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen. BMW sitzt vergleichsweise in Dingolfing und Landshut mit zwei Werken, ZF in Passau. Hier sehe ich für Straubing noch Entwicklungsbedarf und hier würde ich gern mitwirken.

 
Dennis Schötz SPD

Dennis Schötz (SPD)

(Quelle: Max Josef Kuchler)

 

Dennis Schötz (SPD): 
Mit Straubing verbinde ich Kindheitserinnerungen von meiner ersten Fahrt in einem Riesenrad am Gäubodenvolksfest. - Neben dem Gäubodenfest mit Ostbayernschau und Straubing Tigers als erstklassigem sportlichen Aushängeschild sehe ich als weitere Stärken die gemischte Wirtschaftsstruktur. Straubing ist auch eine ausgezeichnete Schulstadt. Vom TUM-Campus wird die Stadt in den kommenden Jahren noch mehr profitieren. - Probleme sehe ich im Verkehrsbereich: Das Straßensystem ist nicht auf die wachsende Bevölkerung ausgerichtet. Im öffentlichen Nahverkehr gibt es noch Luft nach oben. Eine Stärkung durch öffentliche Mittel wäre wünschenswert. Hier ist ein Schulterschluss mit dem Bund notwendig. Mit Sorge muss auch das Innenstadtsterben betrachtet werden. Wenn traditionelle Geschäfte aussterben und die Gassen verwaisen, verliert die Innenstadt an Leben. - Ich werde mich auf Bundesebene für eine stärkere Finanzausstattung vor Ort einsetzen. Denn der Erfolg der Energiewende, der Innenentwicklung und der Mobilitätswende entscheidet sich klar vor Ort in den Städten und Gemeinden.

 
 

 

Michael Hirtreiter ÖDP

Michael Hirtreiter (ÖDP)

(Quelle: Fotostudio Stern)

 

Michael Hirtreiter (ÖDP): 
Ich bin in Straubing geboren und zur Schule gegangen und habe nach dem Forst-Ingenieurstudium den Master der nachwachsenden Rohstoffe hier abgeschlossen. Straubing und Niedersunzing sind meine Heimat. - Mit Straubing verbinde ich Bildung und Einkaufen. - Stärken Straubings sehe ich in der gemütlichen relativ kleinen Struktur, in lebenswerten ländlichen und städtischen Bereichen. - Ich würde nicht viel verändern, nicht weiter wachsen, sondern erhalten und mit dem ÖPNV noch etwas besser verbinden. Als Bundestagsabgeordneter sehe ich mich im Bereich "Das Erreichte sichern und Wachstum in erster Linie nachhaltig fördern". Anliegen ist mir ein Umschwung ab sofort zur Bewahrung der Natur und Erhalt der Lebensgrundlagen. Mein bevorzugtes Betätigungsfeld sehe ich im Bereich nachwachsender Rohstoffe, Forst- und Landwirtschaft.

 
Helmut Muhr Freie Wähler

Helmut Muhr (Freie Wähler)

(Quelle: Waltraud Ebenbeck-Bosl)

 

 

Helmut Muhr (Freie Wähler): 
Ich bin in Straubing geboren, habe hier eine handwerkliche Ausbildung und einen Teil meiner Berufsschulzeit absolviert. Mit der Gäubodenstadt verbinde ich auch die Einkaufsstadt, viele Dienstleistungsunternehmen sowie enorme Lebensqualität am Stadtplatz, Gäubodenvolksfest, Schul- sowie Sportstadt und den Tiergarten. - Stärken sind Zukunfts-Perspektiven: Biocampus, Hochschule, Gründerzentrum und Stadt der nachwachsenden Rohstoffe. - Erhebliches Potenzial hat Straubing noch bei der Einbindung der Donau als Lebensader und Lebensqualität. Deshalb unterstütze ich die Bewerbung um eine Landesgartenschau. Außerdem bietet sich die Möglichkeit, Natur und Umwelt angemessen in die Stadtplanung einzubinden. - Straubing ist es bisher hervorragend gelungen, Landesmittel zu generieren, von Seiten des Bundes besteht noch Nachholbedarf. Es muss verstärkt die trimodale Ausrichtung des Standortes Straubing-Sand gestützt werden, unabdingbar sind Wasser und Schiene. Im Zeichen des Klimaschutzes die einzigen Verkehrsträger, die priorisiert werden müssen. Im Bereich der Bahn gibt es erhebliche Defizite, aber auch Entwicklungspotenziale.


Klaus Herpel FDP

 

Klaus Herpel (FDP)

(Quelle: Fotowerkstatt Gahr)

 

Klaus Herpel (FDP): 
Straubing ist seit vielen Jahren meine Wahlheimat. Die Herzlichkeit und Bodenständigkeit der Menschen machen das Flair aus, viele Freizeitmöglichkeiten und ein wundervolles Stadtzentrum. - Das Verhältnis von Leben und Arbeit ist im Gleichgewicht. Hier existiert ein umfassendes Angebot aus Wirtschaft, Karriere, Kultur, Sport. Straubing ist bunt, modern, aber trotzdem traditionsbewusst. - Die Stärken Straubings liegen ganz klar in den übersichtlichen Strukturen und kurzen Wegen. - Als Kleinstadt bietet Straubing vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, jedoch ist der Wettbewerbsdruck des Onlinehandels sehr groß. Wir müssen dringend an Konzepten arbeiten, die die Innenstadt zukunftsfähig machen. Dazu gehört die Gestaltung der Infrastruktur sowie Einbindung von mehr Kunst und Kultur. Straubing muss in Sachen Wirtschaftskompetenz noch klarer positioniert werden, um Investoren anzuziehen und Arbeitsplätze zu sichern. Wir haben mit dem Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe und dem TUM-Campus eine Basis für die Zukunft gelegt. Sie gilt es, auszubauen. Wir müssen in Deutschland und Europa die erste Adresse werden.

 
Maximilian Spielbauer Die Linke

Maximilian Spielbauer (Die Linke)

(Quelle: Fotostudio Stern)

 

Maximilian Spielbauer (Die Linke): 
Ich bin in Straubing beziehungsweise Alburg aufgewachsen und besuchte hier die Schule (Grund-, Haupt-, Realschule, FOS). Hier bin ich in mehreren Vereinen aktiv (KLJB Alburg; Ministrantendienst in St. Stephan; GCJZ-Niederbayern; etc.). Ich studiere zwar in Regensburg, doch liegt mein Lebensmittelpunkt weiterhin in Straubing, nicht zuletzt aufgrund der guten Pendelmöglichkeiten. - Straubing hat viele Vorteile, die wunderbare Natur rundherum, die fantastische Neustadt, die vielen Bildungs- und Kultureinrichtungen und das wohl schönste Volksfest der Welt. - Nachholbedarf gibt es leider auch genug, es gibt viel zu wenig Grün in der Stadt und der ÖPNV schwächelt seit Jahren. Auch für die Jugend ist nicht immer viel geboten. Eine vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit und ein hoher Niedriglohnsektor tun ihr Übriges. - Ich mache mir nichts vor, da ich nur als Direktkandidat antrete, ist es fast unmöglich, dass ich in den Bundestag gewählt werde. Sollte dieses Wunder dennoch geschehen, werden mir meine Kenntnisse aus dem Studium der Volkswirtschaftslehre sicher helfen.