Logo Geiselhöring


 

Die Stadt Geiselhöring ruft die Bürger zu der Bevölkerungsbefragung

des Regionalentwicklungsvereines Straubing auf.

(Dienstag 31. Mai 2022)

 

Im Auftrag des Regionalentwicklungsvereins Straubing-Bogen e.V. dürfen wir uns mit dem Aufruf und der Bitte zur Teilnahme an der Bevölkerungsbefragung für den Landkreis Straubing-Bogen und der Stadt Straubing an Sie wenden.

Ihre persönliche Einschätzung zur momentanen Situation in der Region, den Themen, die für Sie wichtig sind und in welchen Bereichen Verbesserungsbedarf besteht, ist ein wichtiger Beitrag, um die künftige Entwicklung in der Region voranzutreiben.

Eine Teilnahme ist unter dem folgenden Link möglich:

https://d272.keyingress.de/goto/les_befragung

Die Befragung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren aus Stadt und Landkreis und dauert ca. 6 Minuten.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die vollständig an der Befragung teilnehmen, haben die Möglichkeit sich an einem Gewinnspiel zu beteiligen. Die Gewinner werden nach Abschluss der Befragung nach dem Zufallsprinzip ausgelost, pro Teilnehmer ist max. ein Gewinn möglich.

Eine Teilnahme an der Befragung ist bis zum 12. Juni 2022 (23:55 Uhr) möglich.

Diese Befragung wird von CENTOURIS, Institut der Universität Passau, durchgeführt (www.centouris.de). Bei Fragen können Sie sich gerne telefonisch (+49 851 509 2433) oder per Email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) an uns wenden.

 


 

Start in die Freibadsaison

f1c4eb0074323ef6bb3a3d6f2b0dad3cHelmut Hahn, Martin Schmidt, Brigitte Karl, Werner Schmitzer und Bürgermeister Herbert Lichtinger sowie die beiden Wassertemperatur-Tester Bettina Urban und Rainer Gebhard (von links) Foto: Claudia Kammermeier

 

Am Freitag öffnet Bad – Keine Corona-Auflagen

Geiselhöring. (lab) Das Warten hat ein Ende: Bei besten Wetterprognosen mit Sonnenschein und Temperaturen bis an die 30 Grad öffnet das Freibad „Laberrutschn“ am morgigen Freitag um 9 Uhr seine Pforten.„Wir freuen uns auf eine ganz normale Badesaison ohne jegliche Corona-Auflagen und ohne Besucher-Beschränkungen und hoffentlich auch wieder ohne Unfälle“, betont Schwimmmeister Martin Schmidt für sich und seine Kollegen Brigitte Karl, Bettina Urban und Helmut Hahn. Bürgermeister Herbert Lichtinger und Hauptamts-Leiter Rainer Gebhard machten sich am Mittwoch persönlich ein Bild von den abgeschlossenen Vorbereitungen und wünschten dem Team eine gute Saison. Werner Schmitzer, der dieses Jahr wieder als Kassenwart aushilft, erzählte dabei, daß die Besucher aus dem gesamten Umland und sogar bis aus dem Dingolfinger und Regensburger Raum kämen. „Das zeigt, wie beliebt unser Freibad ist.“Natürlich wird Martin Schmidt wieder Schwimmkurse anbieten; Anmeldungen sind ab Freitag unter Telefon 09423/903799 möglich.Die Schwimmabteilung des TV Geiselhöring bietet unterdessen immer samstagvormittags zwischen 9 und 11 Uhr ihr Training für Kinder und Jugendliche an und freut sich über die gute Zusammenarbeit des Freibad-Teams mit den Abteilungsleitern und Trainern, um den Nachwuchs im Schwimmen zu fördern.

(Laberzeitung vom 19.5.2022)

 


 

70 Jahre Stadterhebung

d2a78ded7884ff3146489a9308861d53Maria Reicheneder von der Stadtverwaltung und Bürgermeister Herbert Lichtinger präsentieren die Plakate zum Open-Air-Kino und zur Stadterhebung vor 70 Jahren. Foto: Claudia Kammermeier

 

Open-Air-Kino mit alten Geiselhöringer Filmen – Bürgerfest am 9./10. Juli

Geiselhöring. (lab) Die Stadt Geiselhöring blickt heuer auf das 70. Jahr ihrer Erhebung zur Stadt im Jahr 1952 zurück. Und das wird gewürdigt. Seit Kurzem zieren Wimpelgirlanden in den Stadtfarben Rot-Weiß die Straßen. Außerdem erhalten die Gewerbetreibenden von der Stadtverwaltung in diesen Tagen Plakate und sie sollen ihre Schaufenster in Erinnerung an die Stadterhebung dekorieren.Auf einen offiziellen Festakt wird aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet, gefeiert werden soll aber trotzdem. Zum einen mit dem Open-Air-Kino am Samstag, 25. Juni, im Gritsch-Hof. Gezeigt wird der Eberhofer-Krimi „Grießnockerlaffäre“. Die Bewirtung erfolgt durch den Eva-Plenningerin-Festspielverein. Einlass ist ab 20 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit gegen 21.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.Zum anderen steht das Bürgerfest am zweiten Juli-Wochenende, 9. und 10. Juli, ganz im Zeichen der Stadterhebung. Das umfangreiche Rahmenprogramm dazu wird gerade erstellt. Ein fixer Programmpunkt ist, daß in der Garage der Sparkasse am Samstag ab 17 Uhr und am Sonntag ab 14 Uhr durchgehend alte Filme gezeigt werden, nämlich einer über die Stadterhebung 1952 und außerdem der alte Geiselhöringer Film „Brittsuppn“.

(Laberzeitung 28.5.2022)

 


 

Aus der Bauausschußsitzung

parkenAuf der rechten Seite der Regensburger Straße, zwischen dem grün angestrichenen Haus und der Ecke Viehmarktplatz, wird künftig das Parken offiziell erlaubt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite bleibt dagegen das geltende eingeschränkte Halteverbot bestehen, das heißt hier darf nicht länger als drei Minuten gehalten werden. (Foto: Claudia Kammermeier)

 

Parken nur noch auf der rechten Seite

Regensburger Straße: Auf linker Seite bleibt eingeschränktes Halteverbot

Geiselhöring. (cla) Wer künftig an der Regensburger Straße im Abschnitt von der Einbahnstraßen-Ausfahrt Am Lins bis zur Ecke Viehmarktplatz parken will, sollte sich künftig genau überlegen, auf welcher Straßenseite er sein Auto abstellt. Trotz des eigentlich beidseitig geltenden eingeschränkten Halteverbots wurde hier bisher oft rechts und links geparkt. Künftig wird das Parken nun auf der rechten Seite tatsächlich offiziell erlaubt sein, doch links bleibt es beim eingeschränkten Halteverbot. Das haben die Mitglieder des Bauausschusses in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

Eigentlich gilt in der Regensburger Straße rechterseits ab dem grün angestrichenen Haus Nummer 3 (links neben dem ehemaligen Gasthaus Waagscheitl) bis zur Einmündung zum Viehmarktplatz und linkerseits ab dem Eckhaus Nr. 14 (aktuell Bestattungshilfe) ein eingeschränktes Halteverbot. Das heißt, daß man mit seinem Auto auf beiden Seiten eigentlich nicht länger als drei Minuten halten darf, um etwas aus- oder einzuladen oder jemanden aus- oder einsteigen zu lassen.

In der Praxis wird jedoch auf beiden Seiten geparkt, besonders gern am rechten Straßenrand. Dieser Mißstand ist bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz aufgefallen. „Hier könnte der Zweckverband die Autofahrer zwar jederzeit verwarnen, allerdings würde dies die Parkplatzsituation für die Anlieger sehr verschärfen“, führte Bauamtsleiter Simon Eisenhut bei der Bauausschußsitzung aus. „Andererseits ist es aufgrund des Verkehrsaufkommens und der Straßenbreite äußerst fraglich, ob auf beiden Seiten geparkt werden sollte.“

Die fünf anwesenden Stadträte schlossen sich einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung an, daß nach dem ehemaligen „Waagscheitl“ bis zur Ecke Viehmarktplatz das Parken offiziell erlaubt werden soll. Weil ein Großteil der Straße in der neuen Parkraumbewirtschaftungszone liegt, darf man sein Auto allerdings nur für zwei Stunden mit Parkscheibe abstellen. Auf der linken Straßenseite wird dagegen nach dem Willen der Räte das eigentlich bereits geltende eingeschränkte Halteverbot belassen und die Einhaltung vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz kontrolliert.

 

Keine Ausnahme für eine Außentreppe

Die restlichen Punkte auf der Tagesordnung der Bauausschuß-Sitzung handelten die fünf anwesenden Stadträte ohne längere Diskussionen jeweils einstimmig ab. So erteilten sie zwei Befreiungen von den jeweiligen Bebauungsplan-Festsetzungen: zum einen für die Errichtung einer Mehrfachgarage in Sallach hinsichtlich der Überschreitung der rückwärtigen Baugrenze und zum anderen für die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses in Greißing durch eine Dachgaube.

Einen künftigen Bauherrn in Greißing schickten sie dagegen nochmal zurück an den Planungstisch. Der Antragsteller will für sein Einfamilienhaus im neuen Baugebiet eine Außentreppe als Zugang zur Einliegerwohnung im 1. Stock errichten und würde nach dem aktuellen Planungsstand wegen dieser Treppe die Baugrenze überschreiten. Deshalb hat er den Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans gestellt, sprich daß die Außentreppe die Baugrenze überschreiten darf.

Bürgermeister Herbert Lichtinger machte in der Sitzung jedoch deutlich, daß die Stadt keine Anträge auf Befreiung von den Bebauungsplan-Festsetzungen zulassen will: „Wir haben die Bebauungspläne in all unseren neuen Baugebieten eh derart offen gestaltet, daß die Bauherren quasi alles machen dürfen.“ Der Antragsteller müsse sein Haus schlichtweg umplanen beziehungsweise auf dem Grundstück leicht verschieben, um die Baugrenze einzuhalten. Das sahen die anderen Ausschußmitglieder genauso und stimmten allesamt gegen den Antrag.

 

Neuer Mobilfunkmast auf Feld bei Pönning

Reine Formsache war die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für den Antrag auf Errichtung eines Mobilfunkmastens mit einer Höhe von rund 30 Metern durch die ATC Germany Munich GmbH auf einem Feld zwischen Pönning, Oberharthausen und Oberholzen. Das Bauvorhaben ist im Außenbereich privilegiert, da es der Telekommunikationsdienstleistung dient.

Höhere Ausgaben als im Haushalt eingeplant ergaben sich 2021 für die Zuweisungen für den Erhalt von Straßen, Wegen und Gräben im Gemeindegebiet, um die sich die jeweiligen Jagdgenossenschaften kümmern. Die Zuschüsse belaufen sich auf insgesamt 27763,5 Euro. Außerplanmäßige Kosten seien für ein Planiergerät für die Jagdgenossenschaft Sallach entstanden, rekapitulierte Herbert Lichtinger. Die Bauausschuß-Mitglieder stimmten für die Auszahlung der Zuschüsse und beschlossen, daß die überplanmäßigen Zuwendungen in Höhe von rund 5.700 Euro durch die restlichen Haushaltsmittel der Stadt Geiselhöring gedeckt werden sollen.

 


 

 „Haindling-Nord“ wird immer konkreter

e3e9f033c451336a8544f601fa44cc28Der genaue Trassenverlauf der vom Staatlichen Bauamt Passau ausgearbeiteten Umgehungsvariante „Haindling-Nord“ über eine Länge von 14,3 Kilometern. Die Maßnahme ist ein eigenständiges Teilprojekt der Gesamtausbaukonzeption für die sogenannte „Labertaltrasse“ von der B15 nach Straubing. Grafik: StBA Passau

 

Informationen für Stadtrat Geiselhöring und Gemeinderat Perkam zur Trassenführung

Geiselhöring. (lab) Die geplante Umgehungsstraße Geiselhöring-Perkam erhitzt die Gemüter seit Jahrzehnten und hat bei einer Informationsveranstaltung am Montagabend einmal mehr für geteilte Meinungen gesorgt. In der Labertalhalle waren Vertreter des Staatlichen Bauamts Passau zu Gast, um den Stadträten von Geiselhöring und den Gemeinderäten von Perkam den aktuellen Planungsstand zur jetzt verfolgten bahnparallelen Trassenführung „Haindling-Nord“ zu erläutern. In der anschließenden Fragerunde kamen aus den Reihen der Freien Wähler viele Einwände gegen diese Variante, die das Staatliche Bauamt mit Gesamtkosten von 40 Millionen Euro beziffert.

Rund 40 Zuhörer hatten auf der Tribüne Platz genommen, um sich, genauso wie die zum Teil neuen Gemeinde- und Stadträte, über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Umgehungsstraße informieren zu lassen. Eingangs erläuterte Bürgermeister Herbert Lichtinger das Grundanliegen der Stadt und der CSU-Fraktion, das mit 7 000 Fahrzeugen täglich stark frequentierte Zentrum vom Durchgangsverkehr zu entlasten und wieder als Treffpunkt attraktiv zu machen. Die Stadt habe bereits Anfang der 2000er-Jahre die ersten Bauabschnitte der Umgehung aus Richtung Sallach für mehrere Millionen Euro geplant und gebaut: „Jetzt muss es weitergehen, die Straße darf nicht als Torso enden.“

 

Nur geringe Reduzierung des Durchgangsverkehrs

Die sogenannte Regionaltrasse mit der Umgehung von Hainsbach sei dabei nicht zielführend, weil sie nur eine geringe Reduzierung des Durchgangsverkehrs in Geiselhöring und Hirschling bewirken würde. Dies belegten Zahlen eines Verkehrsgutachtens. Deshalb verfolge das Straßenbauamt jetzt, nachdem die zuvor geplante Variante „Haindling-Süd“ aus umweltrechtlichen Gründen nicht mehr umsetzbar war, die bahnparallele Trasse „Haindling-Nord“.

Sie rangiere im Bayerischen Straßenausbauprogramm in der ersten Dringlichkeitsstufe und sei auch von der Gemeinde Perkam positiv bewilligt worden, wie Bürgermeister Hubert Ammer bestätigte. Die neue Straße ziehe den Verkehr von der Bebauung weg, der jetzige Bahnübergang werde beseitigt und für Fußgänger und Radfahrer eine Unterführung gebaut: „Für uns ist Haindling-Nord die einzig sinnvolle Trasse“, so Ammer. Die Befürchtungen von Gewerbetreibenden, daß ohne Durchgangsverkehr weniger Einkäufe stattfänden, zerstreute Bürgermeister Lichtinger am Beispiel von Langquaid. Eine extra für Geiselhöring in Auftrag gegebene Umfrage habe ergeben, daß überhaupt nur drei Prozent der Kunden sogenannte Durchfahrts- oder Zufallskunden seien: „Alle anderen Einkäufer fahren bewusst in die Stadt hinein.“

Eine gute Verkehrsanbindung sei das A und O, um auch in Zukunft im Wettbewerb mit anderen Kommunen mithalten zu können, betonte Lichtinger. Ihm sei wichtig, alle Bedenken anzuhören: „Mir ist klar, daß wir nie jeden zufriedenstellen können. Aber wir müssen versuchen, eine bestmögliche Lösung zu finden. Wir haben jetzt die Chance, zu verwirklichen, was in den letzten 60 Jahren nicht möglich war.“

Bastian Wufka, der Leiter der Abteilung Planung am Staatlichen Bauamt Passau, und sein Kollege Gregor Kellermann blickten daraufhin noch einmal auf die Geschichte der Umgehungsstraße zurück, erörterten das fortgeschriebene Verkehrsgutachten, stellten den aktuell geplanten Trassenverlauf samt Visualisierungen vor und erläuterten das weitere Vorgehen im Planfeststellungsverfahren.

Dann eröffnete Bastian Wufka die Fragerunde. Und dabei machten insbesondere die Stadträte Dr. Korbinian Scherm und Angela Ramsauer in diversen Wortmeldungen klar, daß die Freie-Wähler-Fraktion die Weiterführung der Umgehungsstraße ablehne. Beide Stadträte sind zugleich Mitglieder in der Interessengemeinschaft „Haindling-Nord: Nein – Regionaltrasse Ja“ und brachten einige derer Argumente vor: Das Projekt mit seinen vielen Brückenüberführungen und Dammschüttungen sei völlig überdimensioniert und zerstöre bei Haindling wertvolle ökologische Flächen und ein beliebtes Naherholungsgebiet.

 

Argumente Landverbrauch und Flächenversiegelung

Ebenso beeinträchtige es das Kirchenensemble Haindling als Kulturdenkmal. Der enorme Landverbrauch und die Versiegelung wertvoller Ackerflächen seien unverantwortlich bei gleichzeitig steigenden Lebensmittelpreisen infolge des Ukraine-Kriegs, stellte Scherm fest. „Die Umgehungsstraße würde etwas bringen, ja, aber was wir mit dem Bau kaputtmachen, wird dadurch bei weitem nicht aufgehoben“, sagte er unter Applaus von der Zuschauertribüne, auf der weitere Mitglieder der Interessengemeinschaft gegen Haindling-Nord saßen.

„Wir müssen umdenken“, forderte auch Angela Ramsauer. Das Klima verändere sich, die Natur reagiere immer stärker, Wasser werde knapp: „Wir erleben ein Artensterben in nie gekanntem Ausmaß und betonieren gleichzeitig große Flächen zu. Wir haben eine Energiekrise, Ressourcenknappheit und Versorgungsengpässe. Dabei planen wir ein verkehrspolitisches Dinosaurierprojekt und tun so, als hätte sich nichts geändert. Es geht aber nicht immer weiter, schneller, größer. Die Realität hat uns bitter eingeholt.“

Die Freie-Wähler-Fraktion sehe das Verhältnis des Aufwands für das Projekt gegenüber dem Nutzen sehr kritisch, versuchte Fraktionssprecher Stefan Singer gegenüber den Vertretern des Bauamts zu beschwichtigen. Es führten schon zwei Straßen nach Straubing, die würden grundsätzlich ausreichen, wenn der Verkehr entsprechend gelenkt würde. Die Fraktion würde es deshalb begrüßen, wenn die Umgehung von Hainsbach noch bis ins Detail untersucht würde.

Bastian Wufka konterte die Einwände aus den Reihen der Freien Wähler und machte deutlich, daß für seine Behörde die Trasse Haindling-Nord die letzte verbleibende Variante für eine Ortsumgehung der Stadt Geiselhöring mit Hirschling und Perkam sei: „Wenn sie nicht kommt, wird es gar keine Umgehung geben.“

CSU-Fraktionsvorsitzender Robert Ammer und 3. Bürgermeister Hans Bauer brachten ihre Verwunderung über den Sinneswandel der Freien Wähler zum Ausdruck: „Es bietet sich uns jetzt die Chance, eine halbfertige Umgehungsstraße fertig zu bauen. Sie wäre damals nicht angefangen worden, wenn wir nicht die Aussicht gehabt hätten, daß sie fertiggestellt wird“, erinnerte Robert Ammer. „Die Freien Wähler waren damals vehement für die Umgehung. Und jetzt müssen wir hören, daß das Projekt Unsinn ist?“

Darauf meinten die Freien Wähler ein, daß es nun an der Zeit sei, die Sitzung wieder zu verlassen. Bürgermeister Lichtinger duldete eine solche Aussage nicht und maßregelte die Freien Wähler: Es sei doch kein demokratischer Stil, bei anderslautenden Meinungen mit Verlassen der Sitzung zu drohen, zeigte sich der Bürgermeister empört. Korbinian Scherm stellte klar, daß er damals bei der Planung der Sallacher Umgehung noch nicht im Stadtrat gewesen sei. Bei den Freien Wählern gebe es keinen Fraktionszwang, er fühle sich verpflichtet als Person zu entscheiden im Sinne derer, deren Belange er im Stadtrat vertritt. „Darf man nicht mehr über Beschlüsse diskutieren, die vor 20 oder 30 Jahren gefällt worden sind?“

 

Für und Wider in eine Waagschale werfen

Das Thema wird auf jeden Fall im Stadtrat noch einmal behandelt, weil das Gremium im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eine Stellungnahme abzugeben hat. Jeder Stadtrat müsse alles Für und Wider in eine Waagschale werfen und für sich eine Entscheidung treffen, betonte Bürgermeister Lichtinger abschließend. Geiselhöring leide auf jeden Fall unter einer enorm hohen Verkehrsbelastung: „Jetzt haben wir die Chance, die Situation zu verbessern und ich finde, wir sollten diese Möglichkeit nutzen.“

(Laberzeitung 21.5.2022)