
Die Besitzer der neuen Auszeithöfe zusammen mit den Ehrengästen und Koordinatoren
Ein besonderes Treffen fand gestern am Gäuboden Alpaka-Hof der Familie Nagl in Oberharthausen statt. Landwirtschaftsminister Alois Rainer, Landrat Tobias Beck, 1. Bürgermeister Herbert Lichtinger, Kreisbäuerin Claudia Erndl, Koordinator Professor Philipp Prestl, die Leiterin des Referats für Demenzstrategie Christine Schwendner, die Vorsitzende des Vereins für soziale Landwirtschaft Viktoria Lofner-Meir sowie Barbara Herrenberger von der Seniorenfachstelle zeichneten die neuen „Auszeithöfe“ offiziell aus.
Vertreter der acht ausgezeichneten Höfe – darunter die Gäuboden-Alpakas in Oberharthausen, der Pferdehof Eidenschink in Rattenberg, der Biohof Kolbinger in Wiesenfelden, der Hermannsberg in Wiesent, der Edenhof in Schwarzach, der Zollner-Hof in Haselbach, der Schöferhof in Oberpiebing und der Haslhof in Wiesenfelden – waren vor Ort. Auf diesen Höfen sollen „Orte der Begegnung“ für Senioren entstehen, ganz im Sinne des Wunsches von Landwirtschaftsminister Alois Rainer.
Die Projekte werden vom Verein Soziale Landwirtschaft Bayern getragen und erhalten Förderungen für ihr wertvolles Engagement. Sie bieten älteren Menschen ebenso wie Kindern die Möglichkeit, schöne Stunden inmitten herrlicher Tiere zu verbringen und so Lebensfreude und Gemeinschaft zu erleben.
Ein großer Dank gilt allen beteiligten Familien und besonders der Familie Nagl für ihren vorbildlichen Einsatz und die herzliche Gastfreundschaft, die diesen besonderen Tag erst möglich gemacht haben.
Orte zum Erinnern
Der Landkreis Straubing-Bogen hat nun acht Auszeithöfe für Senioren. Am Dienstag wurden die Förderbescheide dafür überreicht. Und auch eine Runde mit Alpakas gedreht.
Von Natascha ProbstAlpaka-Watching mit Alpaka-Wanderung: Die Familie Nagl präsentierte am Dienstag direkt, was Senioren künftig hier am Hof erleben können. In fester Rangordnung stellten sich die Alpakas Valentino, Caramello, Toni, Nero und Aloisi auf und schritten mit den ihnen zugeteilten Menschen über die Wiese – mit Seniorinnen aus Mitterfels, mit Landrat Tobias Beck und mit Professor Philipp Prestel, der das Projekt Auszeithöfe an der Hochschule Kempten koordiniert. Wer nicht mehr gut zu Fuß sei, könne beim Alpaka-Watching den Tieren auch einfach nur zuschauen und sie streicheln, sagte Besitzerin Christine Nagl. Aufgrund der vielen fremden Leute seien die Tiere ein wenig überfordert. Spätestens als sie mit Apfelblättern gefüttert wurden, schien jegliche Angst jedoch verschwunden zu sein.Der Hof Gäuboden-Alpaka der Familie Nagl in Oberharthausen (Geiselhöring) ist einer der acht neuen Auszeithöfe im Landkreis. Hier fand am Dienstag die Überreichung der Förderbescheide an Höfe aus ganz Bayern statt. Und damit gibt es nun auch im Landkreis Straubing-Bogen Auszeithöfe: Die Gäuboden-Alpakas in Oberharthausen, den Pferdehof Eidenschink in Rattenberg, den Biohof Kolbinger in Wiesenfelden, den Hermannsberg in Wiesent, den Edenhof in Schwarzach, den Zollner-Hof in Haselbach, den Schöferhof in Oberpiebing und den Haslhof in Wiesenfelden.Noch einmal den Kuhstall besuchenDie Auszeithöfe richten sich vor allem an ältere Menschen, Menschen mit Demenz sowie pflegende Angehörige. Stunden der Ruhe sollen sie hier erfahren können, es sollten „Orte der Begegnung“ werden, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in seiner Rede. Die Landwirtschaft sei eben mehr als Lebensmittelproduktion. Insbesondere die soziale Landwirtschaft habe Zukunft. Auch, weil die Gesellschaft immer älter werde.Landrat Tobias Beck gab einen Eindruck davon, was soziale Landwirtschaft bedeuten kann: Bei seinem Opa habe er es direkt erlebt, sagte Beck. Dessen letzter Wunsch sei es gewesen, noch einmal seine Felder zu sehen und „in seinen Kuhstall rein zu dürfen“. Viele ältere Menschen seien mit einer Landwirtschaft oder in der Nähe einer solchen aufgewachsen – Höfe seien verbindende Punkte für viele Senioren. Umso mehr freue er sich, dass es nun diese neuen Auszeithöfe gebe, sagte Beck.Die Auszeithöfe sind ein Projekt des Vereins Soziale Landwirtschaft Bayern e.V., das Geld für die Förderbescheide kommt aus dem bayerischen Demenzfonds des Gesundheitsministeriums. Stellvertretend hierfür war Christine Schwendner vor Ort, Leiterin des Referats für Demenzstrategie. Natur, Tiere, vertraute Eindrücke würden Sinne und Erinnerungen ansprechen, sagte Schwendner. Oft entstünden in solchen Momenten Gespräche und Begegnungen, die im Alltag zu kurz kämen. 62 Auszeithöfe gibt es bayernweit derzeit. 270.000 Menschen sind von Demenz betroffen.Neue Kunden sollen begeistert werdenDas Langzeitgedächtnis sei schneller wieder wachzurütteln, sagte Professor Philipp Prestel von der Hochschule Kempten. Mit allen Sinnen könnten Demenzerkrankte hier wahrnehmen, was auf einem Hof zu erleben ist. „Schauen Sie, dass Sie Ihre neuen Kunden begeistern“, gab er den Hofbesitzern mit auf den Weg.Viktoria Lofner-Meir, Vorsitzende des Vereins „Soziale Landwirtschaft“, freute sich sichtlich über die zu ihrem Projekt neu hinzugekommenen Höfe. Sie bedankte sich bei einer „sehr hartnäckigen Person“, die viel dazu beigetragen habe, dass es im Landkreis Straubing-Bogen so viele neue Auszeithöfe gebe: Barbara Herrnberger von der Seniorenfachstelle Straubing-Bogen. Sie hatte im Landkreis für das Projekt geworben und die Koordination übernommen.
(Bericht Straubinger Tagblatt vom 27.5.2026)

Chrtistine und Marlene Nagl stellten ihren Auszeithof vor

Ansprache vom Landrat Tobias Beck

Ein Küsschen von "Nero" für den Landwirtschaftsminister

Auch Landrat Tobias Beck ging mit einem Alpaka eine Runde

Mit den Alpaka wurde eine Wanderung unternommen





Teilnehmerzertifikat für Marlene und Christine Nagl



Gäuboden Alpakas Oberharthausen
Webseite der Familie Nagl von den Gäuboden Alpakas
(bitte anklicken)

(Bericht Straubinger Tagblatt vom 27.5.2026)