




Schon wieder läutete die Totenglocke (das “Zügenglöckchen“ wie es bei uns und in Österreich auch heißt - wenn jemand in den letzten Zügen liegt). Nach Frau Kreszenz Gruber am 3. Mai, läutete es am 3. Juli 2021 nun für Frau Maria Schmaißer. Fast 85 Jahre ließ sie der Herrgott in unserer Mitte. Nun rief er ihren Namen, und sie zog ein in sein Reich. Ihr Leben war erfüllt mit Arbeit und einen tiefen Glauben. Sie war zwar durch mehrere Stürze in der Vergangenheit etwas in ihrer Armfreiheit eingeschränkt, doch verrichtete sie noch die verschiedensten Arbeiten. Sie versorgte sich selbst, fuhr nach wie vor Auto, und mähte noch auf einem Selbstfahrer den Rasen. War es ein Missgeschick, oder vielleicht ein kleines „Schlagerl“, das sie erneut stürzen ließ. Sie brach sich dabei den Oberschenkelhals. Nach mehreren Tagen auf der Intensivstation Straubing ging ihr Leben zu Ende. Mit ihr sind nun alle fünf Geschwister Schmaißer verstorben.
Maria Schmaißer wurde am 21.11.1936 als fünftes Kind der Eltern Johann und Sophie Schmaißer geboren.
Ihre Geschwister waren Sophie (25.12.1920 – 02.11.2008), Anna (26.10.1923 – 12.09.2011), Josef (06.09.1926 – 25.01.2019) und Hans Schmaißer (27.05.1928 – 01.02.2017)
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| Eltern Sophie und Johann Nepomuk Schmaißer |
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| Sophie | Anna | Josef | Johann | Maria |
Maria Schmaißer besuchte in Pönning die Volksschule. Sie war u. a. mit den Oberharthausenern Sepp Danner, Schießl Hans, Anna Schütz und Alfons Späth im gleichen Jahrgang in einer Klasse.

Schulklasse 1948/49 in Pönning - Maria Schmaißer im roten Kreis
Maria Schmaißer half beizeiten am elterlichen Hof mit. Sie besuchte auch die Hauswirtschaftsschule in Straubing. In jungen Jahren, so erzählen die Gleichalterigen, schoß sie auch mit den Männern Eisstock in der „Badschwemm“ neben der Kirche oder fuhr mit den Burschen Motorrad.
Dass die Maria auch sehr gut im Laufen war, kann ich aus eigener Erfahrung erzählen. Sepp Englberger und ich höhlten vor gut 50 Jahren eine Runkel aus, schnitten eine Grimasse hinein und zündeten darin eine brennende Kerze an. Damit gingen wir zum Fenster von der Familie Schmaißer um die Tochter Gertraud zu erschrecken. Wir schrien wild, hielten die Runkel ans Fenster und rasselten mit einer Kette. Wir hörten die Gertraud durchs Fenster, wie sie sich fürchtete. Auf einmal kam die Maria wie ein Blitz um die Ecke und lief uns schimpfend die 'Dorfstraße hinunter nach. Ich sprang beim Späth übern Zaun und sie lief dem Sepp nach bis zum Wacker. Dort konnte er ihr nur mit Mühe mit einem Sprung über einen Gitterzaun entkommen. Damit hatten wir nicht gerechnet und wir machten in nächster Zeit einen weiten Bogen um das Schmaißerhaus und die Maria.
Ein großes Ereignes für die Familie und auch für Maria war die Primiz ihres Bruders Josef am 7.7.1953 in Oberharthausen.

Familie Schmaißer mit dem Primiziant Josef am Elternhaus (Maria zweite von rechts)

1. Hl Messe von Josef Schmaißer bei der Kirche in Oberharthausen
Als ihr Bruder Hans Schmaißer 1970 heiratete, arbeitete sie dann jahrelang als Verkäuferin im Warenhaus DEZ in Straubing. Danach machte sie eine zweijährige Ausbildung als sozialmedizinische Assistentin im Gesundheitsamt. Von August 1975 bis zu ihrer Rente im November 2001 führte sie Hör- und Sehtests der Einschulungskinder in den Kindergärten durch.

Als 2008 ihre Schwester Sophie Schmaißer verstarb, führte sie nebenbei für ihren Bruder Pfarrer Josef Schmaißer den Haushalt bis zu dessen Tod im Jahr 2019. Außerdem pflegte sie liebevoll ihren kranken Bruder Hans bis zu seinem Ableben 2017.
Maria Schmaißer unterstützte den Bruder Hans als Hilfsmesnerin bei den kirchlichen Aufgaben. Sie läutete die Glocken oder sammelte beim Opfergehen. Sie half beim Schmücken der Kirche und beim Altarschmücken am Prangertag, mähte den Rasen am Friedhof und sperrte die Kirche auf und zu. Sie half auch dem Herrn Pfarrer beim Anlegen des Messgewandes und leitete die Ministranten an. Als dann der Hans nicht mehr konnte, führte sie das Mesneramt unentgeltlich weiter. Ein Oberschenkelhalsbruch beendete dann ihre Mesnerschaft. Frau Martina Pömmerl übernahm seither diese Arbeit.
Maria fuhr auch gerne zu Primizen und Pfarrausflügen oder zu Maiandachten nach Antenring. Sie kannte wohl auch jeden Pfarrer im Landkreis. Sie war, so wie ihre ganze Familie, in kirchlichen Angelegenheiten sehr engagiert und interesseirt. Eine 75 jährige Mitgliedschaft bei der Herz-Jesu-Bruderschaft in Perkam bezeugt ihre tief christliche Einstellung.
Maria besaß eine originale Gäubodentracht. Damit nahm sie an vielen Auszügen ins Gäubodenvolksfest und auch beim Münchner Oktoberfest teil.

Maria Schmaißer mit der Gäubodentracht

Nun ist das alte Schmaißerhaus leer. Die Rosen im Vorgartl, die sie so liebevoll gepflegt hatte blühen noch vor dem Haus als letzter Gruß. Das Heindl lehnt griffbereit am Zaun und wartet auf seine Besitzerin. Auch den frisch geöffneten Sack mit Blumenerde wollte Maria Schmaißer für ihre Blumen verwenden. Vielleicht findet er Verwendung auf ihrem Grab für die Blumen, oder ein Rosenstöckl aus ihrem Gartl. Das würde ihr sicher gefallen.
Wenn Maria nicht das Gartl pflegte, dann liebte sie einen kleinen Ratsch mit Dorffrauen beim Kaffeetrinken. Sie ging fast täglich zu ihrer Nachbarin, der Thekla Zellmer. Sie war immer interessiert was sich im Dorf so abspielt und sie wußte auch frühzeitig Neuigkeiten. Sie besuchte gerne die Dorffeste, sonstige Veranstaltungen der Landfrauen oder Vorträge vom Bruder Josef Schmaißer. Auch am vierzehntägigen Stammtisch war sie munter zugegen.
Mit ihrem Tod verliert das Dorf eine Frau, die eigentlich gar nicht weg zu denken ist. Sie war immer dabei und half tatkräftig und fleißig mit , wenn sie gebraucht wurde.
Mögen ihre Verdienste im Himmel belohnt werden.
2003 war wieder ein Höhepunkt in der Familie Schmaißer. Pfarrer Josef Schmaißer feierte in Hofkirchen und Grafentraubach sein 50jähriges Priesterjubiläum

Blumenteppich in Grafentraubach
Kirchzug in Grafentraubach
Kirchenzug Hofkirchen mit Weihbischof
Kirchzug Hofkirchen
2016 feierte sie im Kreise ihrer Familie ihren 80. Geburtstag!

Jetzt sind sie alle im Himmel, die fünf Geschwister der Familie Schmaißer. Lange prägten sie auch die Geschicke des Dorfes und haben Spuren hinterlassen. Die direkte Familiengeschichte in Oberharthausen begann am 15.2.1794 mit der Einheirat von Jakob Schmaißer aus Gaishauben und endet mit Maria Schmaißer nach 227 Jahren und fünf Generationen. Es trägt einzig Gertrud Schmaißer, die Frau von Hans Schmaißer, noch diesen Namen. Jetzt sind wieder alle beisammen und können die Geschicke des Dorfes ohne Verantwortung von oben betrachten.
Maria Schmaißer, Ruhe in Frieden!

Bilder aus dem Leben der Maria Schmaißer

Hebefeier des Gemeinschaftshauses im Jahr 2000

Einweihungsfeier des Gemeinschaftshauses 2002 - Maria mit Schwester Sophie

Schmücken des Landfrauenaltars zum Prangertag

Schmücken des Altares bei Thekla Zellmer wird akribisch überwacht

Altar von Thekla Zellmer für den Prangertag zusammen mit Elfriede Reisinger fertig geschmückt

Kräuterbüschlbinden im Gemeinschaftshaus

Kräuterbüschlbinden im Gemeinschaftshaus

Nach dem Kräuterbüschlbinden gabs noch Kaffee und Kuchen

50. Geburtstag von Sepp Aigner im Gemeinschaftshaus 2004

Patenbitten der FFW Pönning in Oberharthausen 2004

Starkbierfest 2007 im Gemeinschaftshaus

Maria beim Kartoffelklauben auf dem Vollernter 2008

Vortrag von Pfarrer Schmaißer im Gemeisnchaftshaus über Südafrika und Namibia

Familie Schmaißer beim Mittelalterfest in Pönning 2012
Das Begräbnis von Maria Schmaißer
(die Veröffentlichung der Bilder und der Predigt wurde von der Familie Aigner gestattet)
Am 8. Juli 2021 fand das Begräbnis der Maria Schmaißer statt. Zu dem Requiem von Pfarrer Markus Daschner gesellte sich in Konzelebration auch der Herr Dekan Josef Ofenbeck aus der Stadtpfarrei Geiselhöring dazu. Unter Einhaltung der geltenden Corona-Hygieneregeln fand der Trauergottesdienst statt. Den musikalischen Rahmen setzte Heinrich Reif mit seinem vortrefflichen Spiel an der Orgel und Frau Andrea Feldmeier mit ihren Gesangseinlagen. Das herrlich gesungene "Ave Maria" war der musikalische Höhepunkt. Das hätte der Maria Schmaißer sicher auch gut gefallen.
Hinführung von Pfarrer Markus Daschner
Liebe Frau Gertraud Schmaißer, liebe trauernde Angehörige, trauernde Gemeinde, liebe Schw. u. Br. i. Christus,
zum Requiem, zur Seelenmesse für unsere liebe verstorbene Frau Maria Schmaißer, ist auch der Stadtpfarrer von Geiselhöring H. H. Dekan Josef Ofenbeck gekommen. Herzlich willkommen und herzlichen Dank, denn mit deinem Besuch lieber Mitbruder deuten sich bereits die außerordentlichen Verdienste an, welche sich die Verstorbene über den Ort Oberharthausen hinaus erworben hat. Ja, sogar als „Nothelferin“ wurde sie mir beschrieben (O-Ton Ofenbeck), welche ihrem Bruder, den verstorbenen H. H. BGR Josef Schmaißer, des öfteren den Rücken freihielt. So konnte dieser als geschätzter Mitarbeiter vom Stadtpfarrer in Geiselhöring und auch außerhalb, bis zu seinem Tode am 25. Jan. 2019, viele Termine noch besser wahrnehmen.
In Anlehnung an das heutige Evangelium, war unsere Schwester in Christus, Frau Maria Schmaißer, so gesehen in mehreren Bereichen bzw. Wohnungen zu Hause. Nun ist sie heimgegangen, in eine der vielen Wohnungen, die Jesus für uns durch seinen Tod eröffnet hat. Wir vertrauen aufgrund unseres christlichen Glaubens darauf, dass unsere Schwester Maria diesen Weg dorthin gefunden hat. Frau Maria Schmaißer glaubte dieser frohen Botschaft, welche sie unzählige Male in ihrem Leben in den Gottesdiensten gehört und mitgefeiert hatte und was ein ewiges Leben nach dem irdischen Tode beinhaltet.
In dieser Hl. Messe nun, im Opfer Jesu Christi, der Feier von Tod und Auferstehung, legen wir die Seele unserer Verstorbenen hinein. Bitten wir um Gottes Erbarmen für unsere Schwester Maria, aber auch für uns, die wir noch zu einer der himmlischen Wohnungen unterwegs sind:
Predigt von Pfarrer Markus Daschner
Liebe Frau Gertraud Schmaißer, liebe trauernde Angehörige, trauernde Gemeinde, liebe Schw. u. Br. i. Chr., in großer Dankbarkeit und guter Erinnerung steht auf dem Sterbebildchen unserer lieben verstorbenen Frau Maria Schmaißer:
„Arbeit, Schaffen war dein Leben, christlich denkend jederzeit, möge Gott im Jenseits geben dir den Lohn der Seligkeit.“ Damit wäre kurz und bündig, entsprechend so wie Frau Maria Schmaißer selber wahrgenommen wurde, ihr Leben zusammengefasst. Etwas genauer darf und möchte ich Ihnen ihr Leben heute aber dennoch aufzeigen:
Maria kam am 21. Nov. 1936 als jüngstes von 5 Kindern der Eheleute Johann und Sophie Schmaißer in Straubing auf die Welt. Aufgewachsen in Oberharthausen, ging Maria in Pönning zur Schule. 6 Jungs, mit denen sie hier im Ort groß geworden war, prägten ihr Leben. Sie machte in der Folge alles mit, was – zumindest damals – wohl eher für Jungs zutraf. So wurde sie nicht nur eine gute Eisstockschützin, sondern war auch mit ihrem NSU-Fox Motorrad bei Wind und Wetter unterwegs. Dieses nutze sie freilich ebenso dafür, um ihren Bruder Pfr. Josef Schmaißer in Oberronning an den Wochenenden zu besuchen.
Später war es dann das Auto, mit dem sie liebend gern unterwegs war. Ihre Arbeitskolleginnen dichteten deshalb später zu ihrem Abschied die Verse: „Ins Auto nei auf und da vo – am besten übers Schermaloh – direkt in die Geschirrfabrik – des war Marias größtes Glück.“ Aber ganz soweit sind wir jetzt bei ihrer Vita noch nicht.
Zunächst hatte Maria Schmaißer verschiedene Anstellungen als Verkäuferin. Danach bildete sie sich zur sozialmedizinischen Assistentin weiter. Mit diesen fleißig erworbenen Kenntnissen konnte sie von 1975 bis zu ihrem Rentenbeginn am 30. Nov. 2001 im Gesundheitsamt Straubing tätig sein. Vor allem die Einschulungsuntersuchungen der Vorschulkinder und die damit zusammenhängenden Hör- und Sehtests hatten es ihr angetan. Ihre Arbeitskolleginnen reimten deshalb: „26 Jahr is d’Frau Schmaißer im Amt – in Stadt und Land ollen bekannt – ob Schule oder Kindergart’n – koana muaß auf d’Frau Schmaißer woart’n.“
In ihrer Freizeit war Frau Maria Schmaißer ebenfalls gerne unterwegs, bis nach Selb oder in die Tschechei, vor allem zum Geschirr kaufen. Sie selber lebte eher sparsam, war aber nicht geizig. Besonders ihre ganze Verwandtschaft wurde gut versorgt. Ich vermute mal … mit Seltman-Weiden und mit Rosenthal. Das Wohl der anderen war ihr immer wichtig, wohl weniger als das eigene. Freilich hatte sie von den anderen auch etwas erwartet, nämlich Pünktlichkeit, Gewissenhaftigkeit und eine gewisse Dankbarkeit. Ein „Vergelt’s Gott!“ sollte schon drin sein, nicht nur einfach … „Danke“.
Frau Maria Schmaißer liebte die Geselligkeit, aber ohne andere auszurichten. Ein täglicher Besuch bei ihrer Freundin und Nachbarin Thekla, zählte ebenso zu einer Art regelmäßigen Ritual, wie die schön gestalteten Kaffeerunden an Sonn- und Feiertagen mit ihrer Verwandtschaft. Die Teilnahme an den zahlreichen Veranstaltungen besonders in Oberharthausen war genauso selbstverständlich, wie der jährliche Auszug beim Gäuboden-Volksfest in Straubinger Tracht.
Die Kirchenstiftung Oberharthausen ist der verstorbenen Frau Maria Schmaißer für ihre ehrenamtlichen Dienste sehr zum Dank verpflichtet. Der Kirchenpfleger Herr Franz Pömmerl hat mich gebeten darauf hinzuweisen, dass Frau Maria Schmaißer ihr Leben lang ihren Bruder Hans Schmaißer, der 56 Jahre lang Mesner war, unterstützte. Als kleines Zeichen der Anerkennung und des Dankes wird er eine Blumenschale an ihr Grab legen. Ob Rasenmähen, Schneeräumen, schmücken und reinigen der Kirche, Maria war immer an der Seite ihres Bruders und hat ihn tatkräftig unterstützt. Die letzten Jahre, als Hans aus gesundheitlichen Gründen die Aufgaben eines Mesners nicht mehr erfüllen konnte, hat Maria nahtlos diesen Dienst ehrenamtlich im Namen von Hans pflichtbewusst und fleißig weitergeführt. Erst als sie selbst 2016 nach einem Oberschenkelhalsbruch nicht mehr konnte, übergab Hans Schmaißer das Mesneramt an die jetzige Mesnerin Frau Martina Pömmerl. Keine Frage war auch die ehrenamtliche Übernahme der Aufgaben einer Haushälterin, als ihre Schwester Sophie starb. Maria blieb der Kirche und ihrer Verwandtschaft weiter treu bis zuletzt. Nicht vergessen bleiben im ehrenden Gedenken die ca. 75 Jahre Mitgliedschaft in der Herz-Jesu-Bruderschaft Perkam. Regelmäßig wird hierbei auch den Verstorbenen gedacht.
Frau Maria Schmaißer war hilfsbereit, einfach immer zur Stelle, wenn man sie brauchte. Auf sie war stets Verlass, egal ob als „Schultaxi“ für ihre Nichten und Neffen, als Haushaltshilfe oder Erntehelferin beim Erdäpfl-Glauben. So war ihr Leben geprägt von Arbeit und Kirche, neben der Versorgung der „Großfamilie“ Schmaißer. Schwer zu tragen hatte sie vor allem am Tod ihrer beiden Brüder. Sie kümmerte sich bis zuletzt auch um ihre Schwägerin Gertraud im Seniorenheim Geiselhöring und war nach dem Tod ihres Bruders H. H. BGR Josef Schmaißer für die Räumung der Benefiziatenwohnung zuständig. „Die Tante wird’s scho richt’n …“ so wie es ihre früheren Kolleginnen zum Abschied dichteten: „Ob Kirche, Küche ob Neffen ob Nichten d’Frau Schmaißer sois für olle richten. – Was wir mit ihr verlier’n, lasst se ned ganz oafach formuliern: ehrlich, kollegial und hilfsbereit – a guade Haut zu jeder Zeit. – Oa Blick zurück – ja so is Leb’n – mit ihrer Art hat’s jeden wos geb’n.“
Frau Maria Schmaißer verstarb am 03. Juli 2021, auf der Intensivstation des Krankenhauses Straubing. Es war der Tag nach dem liturgischen Festtag Mariä Heimsuchung. Heimsuchung meint hier aber nicht das, was ansonsten Menschen mit diesem Begriff verbinden könnten, die von der Begebenheit des Besuches der Muttergottes Maria bei ihrer Cousine Elisabeth nichts wissen. Maria Schmaißer wurde heimgesucht im besten Sinne des Wortes. Sie durfte sich selber auf den Weg machen und heimkehren.
Möge sie nun wie die Mutter Jesu den Herrn lobpreisen mit den Worten: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut und sein Name ist heilig.“ Der Herrgott hat unsere Schwester Maria bei ihrem eignen Namen „Maria“ (heim-)gerufen, denn sie ist sein. Er hat sie erlöst. Möge sie einkehren dürfen in eine der vielen Wohnungen, die Jesus allen bereitet hat, die ihn lieben.
Das ist unsere Hoffnung aus unserem Glauben heraus, an dem sie bis zuletzt festgehalten hat und mit dem sie auch von uns gegangen ist. Der Herrgott möge unserer Schwester Maria alles Gute vergelten, ihr den verdienten Frieden und das Leben in der Herrlichkeit in einer der himmlischen Wohnungen schenken, auf ewig. Amen.






























