Schirmherrnbitten beim Bürgermeister Herbert Lichtinger
um die Schirmherrschaft bei der Fahnenweihe

Patenbitten beim 1. Bürgermeister Herbert Lichtinger vorm Rathaus Geiselhöring
Am Samstag, den 15. April 2023 vollzog die Landjugend Oberharthausen den 1. Akt zur Fahnenweihe im Mai. Mit Trompetenmusik, Dirndl und Lederhosen und a Hoibe Bier zog die KLJB Oberharthausen zum Rathaus in Geiselhöring. Die Stadtverwaltung hatte den Vorplatz gesperrt, so dass hier das Patenbitten beim 1. Bürgermeister Herbert Lichtinger in einem schönen Ambiente erfolgen konnte. Der 1. Bürgermeister Herbert Lichtinger und der 2. Bürgermeister Herr Harry Büttner empfingen Freude strahlend die Oberharthausener. In Reimform trug der 1. Vorstand Fabian Zellmer das Anliegen der KLJB vor. Er bat um die Schirmherrschaft bei ihrer Fahnenweihe. Der Bürgermeister gab natürlich nicht sofort die Zusage, sondern er prüfte das Wissen der Landjugend und auch der anwesenden Gäste mit Fragen zur Stadt Geiselhöring, zu Oberharthausen, zu Kirchenthemen oder auch zu seiner eigenen Person. So gab es zu seiner Frage immer zwei Antworten. Die Landjugend musste sich für eine entscheiden, indem sie in eines der markierten Felder gingen. Wer falsch lag musste ausscheiden. So kam eine lustige Fragestunde zustande, die dem Bürgermeister Lichtinger und den Gästen sichtlich gefiel. Als letzter Kandidat konnte sich Julian Aigner von Grollhof behaupten.
Ein paar Fragen waren z.B.
Gibt es mehr Zellmer oder mehr Aigner im Dorf Oberharthausen?
Wer war der letzte Bürgermeister der Gemeinde Oberharthausen?
Wie heißt die Namenspatronin der Kirche von Oberharthausen?
Wann wurde Oberharthausen das erste Mal erwähnt?
Wieviel Einwohner hat Oberharthausen?
Wie viele Tage liegen zwischen Ostern und Pfingsten?
Wie viele Bischöfe gab es im Bistum Regensburg?
Wie hieß der Vorgängerbischof von Bischof Manfred Müller?
Der Bürgermeister Herbert Lichtinger war mit dem geprüften Wissen der KLJB soweit einverstanden, dass er die Zusage für die Schirmherrschaft gerne übernahm. Seine Entscheidung wurde mit viel Beifall aufgenommen. Nach dem Wissenstest lud der Bürgermeister die Anwesenden in das Rathaus ein, um sich mit Getränken und Gebäck zu stärken. Hier wurde in geselliger Runde geratscht und sich gedanklich auf die nächste Prüfung bei der KLJB Pönning vorbereitet. Die Landjugend überreichte der Ehefrau des Bürgermeisters als nette Geste einen Blumenstrauss für seine Abwesenheit und Strapazen bei der Fahnenweihe.
Patenbitten bei der KLJB Pönning um die Patenschaft bei der Fahnenweihe
Die KLJB Oberharthausen beim "Holzscheitknien"
Wie wichtig der Landjugend Oberharthausen die Patenschaft mit der KLJB Pönning ist, zeigten sie damit, dass sie bei einsetzendem Regen von Oberharthausen nach Pönning zu Fuß gingen. Hier erwartete sie die Pönninger Landjugend mit einer Fahnenabordnung. Mit einer Blaskapelle zogen die beiden Vereine unter dem Beifall der wartenden Gäste in den herrlichen Hof der Familie Riedl in Pönning ein. Hier zeigte sich, wie gewissenhaft die Pönninger diesen Tag vorbereitet hatten. Die Halle festlich geschmückt, ein Podium für die Musikanten errichtet, eine Lautsprecheranlage installiert, eine Heizung eingebaut, zwei Zelte für Gäste und das Catering und Bar angebaut. Vierzehn Tage lang haben sie auf diesen Tag hingearbeitet. Der ganze Ablauf der Organisation verlief reibungslos. Hierzu muss man die Mannschaft von Pönning herzlich loben und dafür danken!
So wie in Geiselhöring bei Bürgermeister Herbert Lichtinger, fragte Fabian Zellmer auch die Pönninger um die Patenschaft zu der anstehenden Fahnenweihe an. So einfach wollten es die Pönninger den Oberharthausener aber nicht machen, und so hatten sie einige Prüfungen vorbereitet. Diese Prüfungen wollten sie erfüllt sehen, bevor sie ihr sehnlichst erwartetes „Ja“ gaben.
So wurde ein Holzstamm aufgebaut, der jeweils hinten und vorne von je zwei kecken Burschen abgeschnitten werden mussten. Das ganze war dahingehend eine Knochenarbeit, weil sie nicht eine Motorsäge bekamen, sondern sie mussten mit zwei uralten verrosteten Baumsägen die Aufgabe bewältigen. Als die erste Gruppe den Baumabschnitt durch ihre Irxnkraft abgesägt hatten, brach bei der zweiten Gruppe das Arbeitsgerät. Der hölzerne Griff der Säge brach durch die unbändige Kraft der Burschen entzwei. So mussten sie mit der Säge der ersten Gruppe ihr Werk vollenden.
Als nächste Aufgabe hatten sich die listigen Pönninger eine Attacke auf den Fahnenjunker der Oberharthausener ausgedacht. Er sollte doch beweisen, wie er mit dem vorgegebenen „Arbeitsgerät“ umgehen kann. So stellten sie den Florian Wieser auf die Probe, indem sie ihm einen alten schweren Teppich, der an einer Stange befestigt war, schwingen ließen. Der Florian, zeigte allen, dass er ein würdiger Fahnenjunker der KLJB Oberharthausen ist und bei der Fahnenweihe sein wird. So bestand er unter tosendem Applaus der Zuschauer diese zweite Prüfung.
Schon stand die nächste Prüfung auf dem Plan. Hier brachten sie die Oberharthausner Landjugend an ihre Grenzen. Was viel ihnen diesmal ein? Sie hatten Maßkrüge mit Wasser gefüllt, welche die Bittsteller aus Oberharthausen mit gestrecktem Arm stemmen sollten. Auch die Sophia Zellmer als Mädchen wurde dazu verpflichtet. Die Landjugend wuchs über sich hinaus und wehrte sich mit aller Gewalt gegen die Erdanziehung. Doch diese Schlacht konnten sie gegen die schweren Maßkrüge nicht gewinnen. Doch sie steckten alle erst nach hartem Kampf auf. Unter dem Beifall der Anwesenden stellte Korbinian Nagl als Letzer den Krug ab. Die Zuschauer aber feuerten vor allem unser Mädchen Sophia Zellmer frenetisch an, weil sie sich diesem Kampf stellte und sich dabei als zäh und ausdauernd bewies.
Die nächste Herkulesaufgabe stand nun auf dem Plan. Die Burschen sollten mit Geschick, Kraft und Koordination auf einem Biertisch liegend unter diesen herumklettern, ohne dabei den Boden zu berühren. Dazu stellte Korbinian Nagl, Jonas Heininger und Aigner Julian ihr Geschick unter Beweis. Zuvor hatten an diesem Wettbewerb auch die Pönninger mitgemacht und so auch ihre Fitness unter Beweis gestellt. Sie haben vorgelegt, und wollten wohl die Oberharthausener damit unter Druck setzen. Doch die ließen sich nicht beeindrucken und schafften diese Aufgabe mit Bravour und dem Beifall der Anwesenden.
Weil es den harten Pönningern immer noch nicht reichte, so baten sie die Oberharthausener zum abschließenden „Holzscheitknien“. Dazu hatten sie ein sehr kantiges langes Scheit vorbereitet. Hier musste nun die gepeinigte Landjugend die Pönninger um ihre Zustimmung als Patenverein freundlich bitten. Diese Aufgabe übernahm wieder Fabian Zellmer. Aber trotzdem verlangten die hartnäckigen Pönninger, dass er auch noch eine Hoibe ex austrinken musste. Nachdem er auch diese Prüfung gemeistert hatte, war die sehr anspruchsvolle „Braut KLJB Pönning“ endlich bereit, dem Werben der Oberharthausener KLJB zu zustimmen. Das lange hartnäckige Werben und auch die Leidensfähigkeit der Oberharthausener hatte schlussendlich Erfolg und hat anscheinend Eindruck hinterlassen. So wurde von den erfrischend moderierenden Mädchen der KLJB Pönning unter tosendem Beifall die Annahme der Patenschaft zu der Fahnenweihe bestätigt. Sichtlich froh und erleichtert konnten sich nun alle auf die Fahnenweihe freuen. Die KLJB Pönning bedankte sich nun bei allen freiwilligen Helfern der KLJB, den Spendern der Spanferkel und der Kuchen, beim Heizungsmonteur Theo Wimmer, beim unverwüstlichen Michael Buchecker für seinen immensen Einsatz, bei der Familie Riedl für die Bereitstellung des Hofes und der Festhalle, bei der groß aufspielenden Musikkapelle, bei Bürgermeister Herbert Lichtinger für seine Schirmherrschaft und bei der KLJB Oberharthausen für die Anfrage zur Patenschaft recht herzlich. Begrüßt wurden im Rahmen der Veranstaltung Bürgermeister Herbert Lichtinger, Stadtrat Hans Stierstorfer, Ortssprecher von Pönning Herr Harald Pärr und der Ortssprecher von Oberharthausen Herr Peter Schneck. Nach der Abendmesse in Perkam nahm auch Pfarrer Markus Daschner an der Feier teil.


Was wäre eine Veranstaltung in Bayern ohne eine anständige Brotzeit und eine Blechmusik wert? Nicht viel wäre sie wert. Aber hier in Pönning wusste man, was ein gstandener Bayer oder Bayerin gerne isst. Genau, ein Spanferkel . Damit das Essen auch für alle reicht, hat Martin Ammer aus Gunting gleich drei Ferkel gestiftet. Sie waren hervorragend zubereitet und auch der Kartoffelsalat wurde in Zusammenarbeit vieler Frauenhände unter Anleitung von Gerda Pärr gschmackig hergestellt. Was noch fehlte, war ein Fass Bier. Zu diesem Zweck wurde Bürgermeister Herbert Lichtinger gerufen, damit er das Fass anzapfen sollte. Mit vorausgehenden Dankesworten an die KLJB von Pönning und Oberharthausen und an die Familie Riedl für die „Herberge“ ging er mutig ans Werk. Dass Theorie und Praxis doch erheblich voneinander abweichen können bekam der Bürgermeister gleich zu spüren. In der Theorie sah er den Zapfhahn schon sicher im Fass stecken und sah sich schon die ersten Krüge füllen. In der Praxis sah es so aus, dass nach einem Schlag schon das Bier neben dem Zapfhahn aus dem Fass quoll, weil anscheinend die Dichtung hineingerutscht war. Bei einem weiteren Versuch brach der alte und wahrscheinlich schon wurmstichige Holzhammer ab. Michael Buchecker erkannte die Notlage des Bürgermeisters, ergriff ein großes Holzscheit, und schlug damit den Zapfhahn ein. Als dann auch die fehlenden Krüge herbeigeschafft waren, konnte der Bürgermeister seine ersten Krüge „Schaum“ abfüllen. Das zweite Fass Bier sollte dann später der neue Stadtrat von Pönning, Herr Hans Stierstorfer, anzapfen. Wie auch schon zuvor bei seinem neuen „Chef“, war auch sein Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt. Doch auch bei diesem Versuch klappte es erst im zweiten Anlauf, was der Stimmung im Saal aber keinen Abbruch tat. Bis um 22:00 Uhr spielte die Blasmusik munter und fleißig auf, so daß alle Gäste ihren Spaß und eine gute Unterhaltung hatten.
Die Regierung hat zwar den Cannabiskonsum in geringen Mengen freigegeben, aber
Bürgermeister Herbert Lichtinger bevorzugt lieber eine "Pris" vom altehrwürdigen "Schmaizler"
Auch die Dorfgemeinschaft Oberharthausen möchte der KLJB Oberharthausen für ihren fulminanten Auftritt sowohl beim Patenbitten in Geiselhöring bei Bürgermeister Herbert Lichtinger , als auch beim Patenbitten in Pönning recht herzlich gratulieren. Sie haben dem Dorf in eindrucksvoller Weise gezeigt, dass sie es drauf haben. Als sicherer Felsen im Sturm hat sich einmal mehr Vorstand Fabian Zellmer erwiesen, der die Landjugend souverän durch den Tag führte. Das Dorf ist stolz auf seine Landjugend, welche die Vorstufe der Fahnenweihe heute entschlossen gemeistert hat und macht Vorfreude auf die anstehende Fahnenweihe. Unser Dank gilt auch der KLJB Pönning, die es „wagt“ mit unserer Landjugend gemeinsam bei der Fahnenweihe durch dick und dünn zu gehen. So wie sich diese beiden Vereine heute präsentiert haben, braucht man um das Gelingen keine Sorge haben. Bedanken möchten wir uns auch beim sichtlich gut gelaunten 1. Bürgermeister von Geiselhöring, Herrn Herbert Lichtinger, für seine Bereitschaft, die Schirmherrschaft über die Fahnenweihe zu übernehmen. Vielleicht üben er und der Hans Stierstorfer an ein paar Probefässern noch den Bieranstich, damit sie für die ganzen Fahnenweihen der Zukunft handwerklich gereift und schlagsicher sind.
Es ist schön zu beobachten, dass in dieser heute so unsicheren Welt mit allen Problemen, die alten Freundschaften und Werte zwischen zwei Dörfern wie Oberharthausen und Pönning noch intensiv gelebt werden. Die Dörfer sind wie zwei Brüder, manchmal wird gezankt, aber wenn es drauf ankommt halten sie immer zusammen. So ist das schon seit ewigen Zeiten und das ist ein hohes Gut.
Die Freude auf die Fahnenweihe ist riesig. Möge die Fahnenweihe mit Gottes Segen ein Fest der Freude und der Freundschaft werden.
Odhausen und Pönning, de zwoa kean zamm,
so war des scho ewig, Jahrhunderte lang.
Odhausen und Pönning, san wia zwoa Waglross,
de hoidn fest zamm und lassn einander ned los


Bericht Laberzeitung vom 28. 4. 2023
Video vom Schirmherrn- und Patenbitten
von Peter Schneck

















