Der "Himmel" wird durch das Dorf getragen
Prangertag in Pönning
Am Samstag nach Christi Himmelfahrt wird traditionell der Prangertag abwechselnd in den Dörfern Pönning und Oberharthausen abgehalten. Heuer fand er bei sommerlichen Temperaturen in Pönning statt.
Nach dem Gottesdienst machten sich die Gläubigen auf dem Weg zur feierlichen Prozession. Die Prozessionswege waren mit ansprechenden Girlanden geschmückt und die Fahnen aus den Häusern wehten eifrig flatternd im Wind. Fünf Vereine gaben sich mit ihren Fahnenabordnungen die Ehre und bildeten so mit den zahlreichen Gläubigen einen würdigen Rahmen. Ein geschlossener Zug aus jungen und älteren Gläubigen bewegte sich durch das Dorf. Die Monstranz mit dem Herrgott glänzte unter dem „goldenen Himmel“im Sonnenlicht. Andächtig wurde der Heiland aus der Kirche zu den vier prächtigen Altären ins Dorf getragen und Vorbeterin Gerda Pärr sprach dabei die Gebete. Phantasievolle Blumenteppiche zeugten von dem großen Engagement der Pönninger. Man sah wohlwollend, dass sich das Dorf für die Vorbereitung mächtig ins Zeug gelegt hatte und keine Mühen gescheut worden sind. Das Kreuz beim Altar in der Feldkirchener Straße wurde ebenfalls neu renoviert und von Pfarrer Markus Daschner bei der Prozession gesegnet. Sogar an Wasser für die Erfrischung der Teilnehmer wurde gedacht und beim Altar der Landjugend angeboten.
Nach der Prozession fanden sich die Gläubigen wieder in die herrlich geschmückte Kirche St. Martin ein. Mesnerin Monika Schlecht hatte die Kirchenbesucher mit einem großen ausdrucksstarken Bild von Jesus und einem erhabenen Blumenteppich vor dem Altar überrascht. Als Höhepunkt und Abschluß des Prangertages sang die Kirchengermeinde vollmundig und einsatzfreudig die große Hymne „Großer Gott wir loben dich“ an unseren Heiland. Organist Heinrich Reif zog alle Register und die vielen Gläubigen gaben aus vollen Kehlen ihr Bestes. Nach dem Segen von Pfarrer Markus Daschner war der gelungene Prangertag 2025 beendet. Vor dem Schulhaus gab es anschließend von der Landjugend Bratwürstl und frische Getränke zur Stärkung.
Es bleibt ein wunderbarer Tag zu Ehren unseres Heilandes. Man kann ruhig glauben, dass ihm dieser Tag sehr gefallen und sogar ein wenig gschmeichelt hat. Jung und alt aus zwei befreundeten Dörfern haben zusammen ein christliches Ziel hervorragend umgesetzt. Zusammenhalt und Glaube wurde als hohes Gut gelebt und auch öffentlich und feierlich bezeugt. Beim Prangertag zeigt sich die tief verwurzelte Volksfrömmigkeit.
Es bleibt nur Danke zu sagen an alle, die diesen Tag so ehrenvoll vorbereitet und umgesetzt haben. Danke an die Feuerwehren von Pönning und Oberharthausen, welche die Zufahrten ins Dorf bei der Prozession sicher abgesperrt haben. Danke allen Hausbesitzern für die überaus geschmackvollen Prangertagaltäre. Danke allen Vereinen für ihre Teilnahme mit den Fahnenabordnungen. Danke allen Lektoren, Ministranten, dem Organisten, den Lampen-Fahnen-und Himmelträgern für ihre ausgezeichnete Arbeit. Ein herzliches Vergelt´s Gott an Pfarrer Markus Daschner und der Kirchenverwaltung Pönning für die Durchführung dieses festlichen Prangertages.



















