
Bericht in der Laberzeitung vom 12.7.2025
Die Pönninger Landjugend erbittet die Patenschaft
Im folgenden Videoclip von Franz Märkl ist das Patenbitten mit allen Prüfungen festgehalten.
Dauer 1:18 Stunden
Video bitte anklicken
Wow, was für ein Fest! Ein hochkarätiges Patenbitten fand am Samstag im Vergnügungstempel Oberharthausen, im Dannerstadel, statt. Die Pönninger Landjugend, mit ihrem unstillbaren Durst nach Spaß, kamen zur Landjugend Oberharthausen, um für ihre Fahnenweihe eine Patenschaft zu erbitten.
Zuerst aber wurden sie von der Landjugend unter den Klängen der Kapelle „Grenzjaga“ am Dorfeingang abgeholt. Ein großer Troß von Pönningern pilgerten ihrer Landjugend nach. Der Schirmherr Herbert Lichtinger begleitete sie in den Dannerstadel. Auch heuer kam er als Schirmherr nicht umhin, ein Fass vom guten Erlbier anzuzapfen. Doch heuer war er, im Gegensatz zum Patenbitten der Odhauserer in Pönning, schlagsicher und zapfte dann selber ein paar Halbe ohne zu kleckern.
Die Pönninger hatten wohl gemeint, das Patenbitten wäre eine „gmahte Wies“. Doch die Kreativabteilung der Landjugend von Odhausen zog eine wunderbare Kombination aus Prüfungen aus dem Hut. Die Prüfungen waren auf einen Familienhaushalt mit Vater, Mutter und Kindern ausgerichtet. Damit die Pönninger die Vater- und Mutterrolle besser verinnerlichen konnten, steckten die listigen Oberharthauserer die Vorstände von Pönning, den Korbinian Riedl in ein Damenkleid, und die Katharina Pärr in eine Männerhose. Um das Aussehen zu komplettieren, bekamen beide eine Perücke verpasst. Ihre beiden Kinder, die Janike Riedl und der Michael Buchecker wurden mit Schnullern, „Latzerl“ und Sonnenbrillen ausgestattet. Die professionelle Leitung der tollen Veranstaltung übernahmen die Vorstände von Oberharthausen, Fabian Zellmer und Korbinian Nagl. Sie moderierten den Abend so humorvoll wie Thomas Gottschalk seinerzeit „Wetten Dass“.
Konnten Fragen nicht beantwortet werden, dann musste die Familie am Glücksrad, oder eher Unglücksrad drehen. Hier konnten sie die „Strafe“ in Form von Schnaps- oder Goaßhoibe trinken erdrehen. Das Glücksrad hatte Franz Bauer Senior in unzähligen Stunden Arbeit für die Landjugend gebaut.
Eine Prüfung war auch ein Karaokesingen der beiden „Eltern“. Hier zeigte Korbinian Riedl eine reife Leistung. Das Lied Schlaf, Kindlein schlaf sang er mit solcher Leidenschaft und Hingabe, dass ein paar älteren Herrschaften die Augendeckel zufielen.
Eine weitere Prüfung war Sackhüpfen. Hier traten die Pönninger gegen die Oberharthausener wie in einem „Parallelslalom“ beim Skifahren an. Doch es stellte sich heraus, dass die letzte Oberharthauserin, die Pia Aigner, einen „bodenlosen“ Hüpfsack bekam, so daß sie nicht hüpfen brauchte, sondern „laufend“ die Prüfung gewann. Fabian Zellmer gab das auch unverhohlen zu, man wollte hier nicht gegen Pönning verlieren.
Eine andere Prüfung war Seilziehen der beiden Landjugenden. Hier zog eine Mannschaft von gestählten Oberharthausenern gegen die „Familie“ aus Pönning. Es war zu befürchten, dass die Oberhartausener die Pönninger durch den ganzen Landkreis ziehen könnten, was sie aber "gentlemanlike" nicht taten. So blieb als Ergebnis ein gnadenloser Sieg gegen Pönning.
Der hungrige Bub musste natürlich auch „gestillt“ werden. Auch diese Prozedur konnte die „Mutter“ Korbinian als Prüfung hervorragend meistern. Danach machte der Bub Michael ein sehr zufriedenes Gesicht.
Damit kam man dann zum Höhepunkt und dem Hauptanliegen der Landjugend Pönning. Wie es beim Patenbitten üblich ist, musste die ganze Vorstandschaft auf einen langen Holzscheit knien und ihr Anliegen vortragen. Als dann Fabian Zellmer die Patenschaft annahm, erklang großer Jubel unter den Pönningern und unter den ,Gästen. Somit wurde die Patenschaft zur Freude aller rechtskräftig besiegelt. Von der Landjugend Pönning wurde den Oberharthausenern aus Dank eine Serie Ansteckbutton mit dem Aufdruck "Patenverein" sowie ein Lebkuchenherz zur Erinnerung übergeben.
Die Landjugend Oberharthausen bedankte sich anschließend bei der Herbergsfamilie Franz Bauer und Angela Danner-Bauer mit einem Blumenstrauß für die Hausherrin. Auch den freiwilligen Helfern beim Aufbau und der Ausschmückung des Stadels wurde recht herzlich gedankt.
Damit ging man zum gemütlichen Teil des Abends über. Franz Leonhardt verköstigte die Gäste mit seinem herrlichen Rollbraten, alternativ bot die Landjugend noch Bratwürstl aus der Grillhütte an. Das sehr gute Erlbier floß in Strömen und die Stimmung stieg mit der großartigen Kapelle „Grenzjaga“. Nicht nur die Stimmung stieg, auch die Gäste und die Landjugend von Pönning und Oberharthausen fanden ihren Platz stehend auf den Bierbänken und sorgten damit für gute Laune. Das Ende fand natürlich in der Bar statt, aber über die „Laufzeit des Abends“ soll hier nicht mehr berichtet werden.
Man kann abschließend die Landjugend Oberharthausen gar nicht genug für ihren Einfallsreichtum loben. Sie haben sich blendend vorbereitet und ihre Prüfungen waren sehr unterhaltend. Die beiden „Profimoderatoren“ Fabian und Korbinian und auch die Co-Moderatoren, bzw. Comoderatorinnen hatten den Laden jederzeit im Griff.
Danke für den herrlichen Abend! Danke allen freiwillgen Helfern im Ausschank, im Service und in der Bar. Danke für die Kuchenspenden. Danke der großartigen Kapelle für ihre belebende Musik. Danke auch den Herrn Pfarrer Markus Daschner für sein Erscheinen, obwohl er am nächsten Tag einen langen Bittgang nach Haindling zu gehen hatte. Danke dem Schirmherrn Herbert Lichtinger für seine Anwesenheit, obwohl er selber in der Stadt das Bürgerfest hat. Danke dem Stadtrat Hans Stierstorfer und dem Ortssprecher Harald Pärr und Johannes Bayer für ihre Teilnahme an dem Patenbitten.
Die beiden Landjugenden haben einen guten Draht zueinander und sind immer gut aufgelegt. Es wächst immer besser zusammen was zusammen gehört. Schön dass die Pönninger Landjugend diesen Spass mitgemacht hat. Bei soviel Energie und Einsatz wird die Fahnenweihe ein Riesenakt für beide Dörfer. Man kann sich darauf nur von Herzen freuen.
„Get the Fahnaweih started!“



















