Heute ist ein besonderer Tag – der Tag des Ehrenamtes!
Ein Anlass, um all denjenigen zu danken, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz unsere Dorfgemeinschaft lebendig und aktiv halten. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele engagierte Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich tätig sind.
Wie steht es mit den Ehrenämtern in unserem Dorf?
- Ortssprecher
Vor der Eingemeindung 1978 war es der Bürgermeister mit seinen Gemeinderäten, die dem Dorf als Oberhaupt vorstanden. Unterstützend halfen die Gemeindeschreiber und auch Gemeindediener mit dazu. Seit wir zur Stadt Geiselhöring gehören, ist die Vertretung des Dorfes der gewählte Ortssprecher. Nur einmal hatte das Dorf mit Hans Zisterer als Nachrücker einen Stadtrat in Geiselhöring. Der Ortssprecher ist das Sprachrohr und gibt die Anliegen an die Stadt weiter. Er ist die Stimme des Dorfes im Stadtrat, zwar ohne Stimmrecht, aber beratend. Mit Johannes Bayer haben wir einen Neubürger aus dem Baugebiet gewählt, der als Lehrer die Sorgen und Nöte der Dorfbewohner bestens vortragen und das Dorf würdig vertreten kann. Danke für die Bereitschaft dieses Amt anzunehmen und es zu gestalten.
Ortssprecher Johannes Bayer bei der Vereidigung
- Die Dorfvereine
In Oberharthausen gibt es folgende Vereine die ehrenamtlich wirken:
Die Feuerwehr
Die Feuerwehr beruht ausschließlich auf Freiwilligkeit. Seit 20.2.1878 ist Oberharthausen in den Bayerischen Landesverband der Feuerwehr aufgenommen. Seit fast 150 Jahren bemühen sich die Feuerwehrkameraden/innen einen guten Ausbildungsstand zu erreichen, damit man im Brandfall für die notwendigen Abläufe geschult ist. Die Liste der Kommandanten, Vorstände und aktiven Feuerwehrlern ist lang. Seit Gründung konnten zwei Fahnenweihen abgehalten werden. Man nahm an unzähligen Fahnenweihen, Totengedenken, Beerdigungen, Prangertage teil. Feuerwehrler ist ein ehrenvoller freiwilliger Beruf.
Seit 17.2.2024 erfolgte wegen zu wenig aktiven Feuerwehrkameraden der Zusammenschluss mit der Freiwilligen FFW Pönning. Die FFW Pönning stellt mit Daniel Koslowski und Harald Pärr die Kommandanten. Als Vorstand fungiert seit 2024 Johannes Aigner. Durch vereinte Übungen und Schulungen sind die beiden Wehren jetzt zu einer Einheit verschmolzen, die sich bei verschiedenen Einsätzen bestens bewährt haben. Es wird auch eine ausgezeichnete Nachwuchsarbeit geleistet, die auch mehrere Feuerwehrkameradinnen in den aktiven Dienst gebracht hat. Die FFW ist nun gut aufgestellt, wartet auf den neuen Einsatzwagen und hofft auf baldige Entscheidungen für ein Feuerwehrhaus. Auch liebäugelt die FFW Oberharthausen mit einer Fahnenweihe 2029. Man wird sehen. Danke für die wertvolle Arbeit für die Sicherheit der Menschen.
Die FFW Pönning/Oberharthausen nach bestandener Leistungsprüfung - Die Landfrauen
Die Landfrauen engagieren sich seit 1947 mit der ersten Ortsbäuerin Katharina Aigner nach wie vor sehr stark bei den vielen Festlichkeiten im Dorf, ob beim Dorffest, dem Weinfest oder Starkbierfest. Sie kümmern sich dabei um das Kuchenbuffet, machen Kaffee oder Eisverkäufe. Ausflüge werden ebenfalls organisiert, sowie diverse Frauenfrühstücke. Ein weiterer Punkt ist das Kräuterbuschen binden, das Palmbuschen binden, die Mithilfe beim weihnachtlichen Kirche schmücken, beim Kirchenputz und beim Aufbau eines Altares beim Prangertag. Bei der letzten Fahnenweihe der KLJB Oberharthausen waren sie eine große Stütze für die Landjugend. Die Landfrauen werden als Team geführt, Claudia Leonhardt, Conny Pömmerl, Lydia Zellmer und Angela Danner-Bauer kümmern sich um die Belange und organisieren die diversen Veranstaltungen. Danke für das große Engagement für die Bürger.
Landfrauen beim Kräuterbuschenbinden - Die Landjugend
Der Burschenverein wurde am 22. 12. 1913 erstmal gegründet und zählt damit zu den ältesten im Landkreis. Da viele der Burschen in den 1. Weltkrieg ziehen mussten, lag der Burschenverein ein paar Jahre brach. Am 21.10.1928 wurde er wieder gegründet und am 8.5.1932 eine Fahnenweihe gehalten. Als am 12. 10. 1949 die KLJB Bayern als Jugendverband gegründet wurde, läuft auch der Burschenverein als Landjugend bis in unsere Zeit. Die jetzige Landjugend hielt 2023 nach 100 Jahren eine hervorragende Fahnenweihe mit einer neuen Fahne ab. So hält auch die KLJB an den alten ehrwürdigen Traditionen fest. Die Landjugend organisiert auch das jährliche Maibaumaufstellen und ist maßgeblich am weihnachtlichen „Winterzauber“ verantwortlich. Sie führen auch in Eigenregie bei den ganzen Dorffesten die Grillhütte und arbeiten fleißig im Service mit. Auch bei der Aktion „Sauber macht lustig“ nehmen sie als Landjugend immer zahlreich teil. Mit großem Einsatz nehmen sie an den umliegenden Fahnenweihen teil und vertreten auch in dieser gesellschaftlichen Sache unser Dorf recht erfolgreich. Zusammen mit der Landjugend Pönning sind sie eine eingeschworene Truppe geworden, die sich gegenseitig zum Wohle der Bürger gut unterstützen. Herzlichen Dank dafür.
Die Landjugend betreibt bei jedem Fest in der Grillhütte die Schmankerlküche - Der Krieger- und Veteranenverein
Die KuSK Pönning-Oberharthausen-Metting ist ein Zusammenschluss der drei Dörfer. Seit der Gründung am 20. Juni 1880 wurde der Verein bis in die Zeit um 1932 geführt. In der Kriegszeit des 2. Weltkriegs erlosch die Vereinstätigkeit. Erst nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, versuchte man die Vereine wieder ins Leben zu rufen, das Verbot für die Krieger- und Veteranenvereine bestand jedoch noch. Als das Verbot 1951 aufgehoben wurde, gründete man den Verein neu. 1966 wurde eine Veteranenfahnenweihe abgehalten. Der Verein ist fester Bestandteil in den Dörfern. Auch Oberharthausen hat viele Mitglieder im Verein und nimmt an den kirchlichen Veranstaltungen teil, wie z.B. dem Prangertag. Es wird auch die jährliche Gefallenenehrung abwechselnd in den Dörfern durchgeführt. Der Verein vertritt die Dörfer in den verschiedensten Fahnenweihen oder Kreiskriegertreffen. Bei der Teilnahme an Bestattungen mit der Fahne setzt der Verein ein Zeichen der Wertschätzung für die Verstorbenen. Bis vor wenigen Jahren wurden die ehemaligen Soldaten aus dem 2. Weltkrieg mit einem Salutschuss geehrt. Dieser ehrenamtliche Verein ist eine Bereicherung bei allen Festlichkeiten und dem gesellschaftlichen Leben.
Die Krieger- und Soldatenkameradschaft bei der Gefallenenehrung - Jagdgenossenschaft
Die Jagdgenossenschaft Oberharthausen wurde 1959 in einem Beschluss festgelegt. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen gehen bis ins Jahr 1935 zurück. Seit dieser Zeit ist die Gemeindeflur immer verpachtet und bejagt worden. Mit dem Jagdpachtshilling konnten über die Jahrzehnte die Feldwege gekiest und jetzt geschottert werden. Viele Anschaffungen konnten erworben werden, so wie z. B. der Wegehobel, der Strohhäcksler, ein Mulcher und ein Baugerüst. Es wurde auch die Pfarrhausinstandsetzung 1971, Fahnenweihe 1979 und das Gemeinschaftshaus 2002 bezuschusst. Hauptaufgabe der Jagdgenossenschaft mit ihren Pächtern ist aber die Bejagung der Fluren, damit der Wildverbiss und auch die Schädlinge wie Fuchs und Wildschweine in Zaum gehalten werden. Eine jährliche Treibjagd mit den Dorfbewohnern als Treibern ist eine alte Tradition im gesellschaftlichen Dorfleben. Den Ehrenämtlern in der Vorstandschaft gebührt dafür ein großer Dank.
Treibjagd heuer bei sehr schlechten Wetterverhältnissen - Die ehrenamtlichen kirchlichen Ämter
Die Kirchenverwaltung Oberharthausen beginnt 1950 mit der Gründung der Expositur in Pönning. Doch es gab auch schon vorher eine funktionierende Kirchenverwaltung, als Oberharthausen noch zur Pfarrei Atting gehörte. Die aktuelle Kirchenverwaltung setzt sich zusammen mit den Mitgliedern Franz Weiß, Franz Märkl, Josef Lachenschmidt, dem Herrn Pfarrer Markus Daschner, dem Kirchenpfleger Franz Pömmerl und der Mesnerin Martina Pömmerl. Sie beraten z.B, über Neuanschaffungen, Restaurationen, über Abläufe bei kirchlichen Veranstaltungen wie Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Prangertag oder Bittgänge. Sie sind das Bindeglied zwischen der Dorfbevölkerung und dem Herrn Pfarrer und vertreten das Dorf in allen kirchlichen Belangen. Diese Ehrenämter sind sehr wertvoll, weil die Arbeiten in vielen Teilen unserem Seelenheil und der unserer Verstorbenen dient. Es wird von ihnen sehr viel Wert auf einen ordentlichen Friedhof und die Ausschmückung der Kirche gelegt. Zu diesem kirchlichen Kreis gehört auch die Mitgliedschaft von Ingrid Becker im Pfarrgemeinderat, in dem über die Belange der Pfarrei beraten und diskutiert wird und ihre Unterstützung als Kommunionhelferin. Auch das Ehrenamt der Frau Zisterer für die Caritassammlung ist lobend zu erwähnen. Ein weiteres Ehrenamt hat auch Franz Weiß. Er trägt das Kreuz beim Bittgang zur Gottesmutter nach Antenring. Auch die fleißigen Ministranten, die immer andächtig und aufmerksam ihren Dienst tun gebührt ein großer Dank. Nicht zu vergessen sind die 5 Lektoren/innen vom Dorf. Anna Zellmer, Ingrid Becker, Angela Danner-Bauer, Karin Wittl und Franz Weiß sind die Vorbeter der Fürbitten und Lesungen, aber auch bei Andachten, Kreuzwegen und Gräbersegnungen. Diese Arbeit für den Kirchendienst gebührt große Anerkennung und Dank.
Prangertag in Oberharthausen - Gemeinschaftshaus
Mit dem Beginn der Einweihung des Gemeinschaftshauses im Jahre 2002 sind auch die Festlichkeiten entstanden. War es zuerst nur das Dorffest, so kam das Weinfest hinzu, später das Starkbierfest und zuletzt noch der weihnachtliche Winterzauber. Es entwickelte sich ein Stammtisch und am Sonntag der Frühschoppen, so dass das Gemeinschaftshaus gut belegt ist. Die Festlichkeiten sind das eine, aber die Arbeit, die dahinter steht, ist das andere. Wie viele fleißige Hände sind mit der Organisation und dem Betrieb der Küchenarbeit, dem Service, dem Auf- und Abbau der Zelte und Grillhütten, dem Ausschank usw. beschäftigt? Wie viele Stunden werden geopfert, damit die Gäste sich wohlfühlen und sich mit einem guten Gefühl auf die nächste Veranstaltung freuen? Diese Arbeit ist nicht mit Geld zu bezahlen. So wie es sich schon beim Bau des Gemeinschaftshauses gezeigt hat, ist der Zusammenhalt nach wie vor ungebrochen und das Geheimnis des Erfolges. Die Jugend ist nun gefordert, auf dem Erreichten aufzubauen und das Dorf in die nächste Dekade zu führen. Aus dem Nichts ist das Gemeinschaftshaus entstanden, über 20 Jahre wurde in organisierter und kluger Arbeit das gesellschaftliche Leben aufgebaut. Es sind viele Familien da, die mit ihrem enormen Aufwand an Personen und Fahrzeugen vom ersten Tage an hier unentgeltlich gewirkt haben. Möge das Erbe fruchtbar bleiben, der Grundstock ist gelegt, er gehört in dem Sinne weitergeführt. Vielen herzlichen Dank allen die zu dem Gelingen beigetragen haben. Das Dorf ist Stolz auf alle Helfer und Gönner.
Vollbetrieb beim Dorffest im Gemeinschaftshaus
Lasst uns an diesem Tag innehalten und unseren Dank aussprechen:
Vielen herzlichen Dank an alle, die sich ehrenamtlich für unser Dorf einsetzen!
Euer Einsatz ist nicht selbstverständlich, sondern ein Zeichen von Solidarität, Zusammenhalt und Liebe zur Heimat.
In diesem Sinne, möge der Tag des Ehrenamtes uns alle daran erinnern, wie wertvoll jede helfende Hand ist. Gemeinsam können wir weiterhin viel bewegen!

















