Der 20. Juli ist von jeher schon ein geschichtsträchtiges Datum. Am 20. 7.1944 war das Attentat auf Adolf Hitler, am 20. Juli 1969 war die erste Mondlandung der Amerikaner und am 20. Juli 2019 war die 140 Jahrfeier der FFW Oberharthausen.
Man sieht, ein prominentes Feierdatum für eine stolze Feuerwehr!
Eine hl. Messe durch Pfarrer Markus Daschner stand am Anfang der Feierlichkeiten. In seiner Predigt ging der Herr Pfarrer auf die Fahnenweihe von 1929 der Oberharthausener ein (Zeitungsbericht), worin stand, dass sich die Besucher auf die Gasthäuser verteilten, jedes Haus im Dorf war ein Gasthaus, wo man Speise und Trank bekam. Deshalb gefällt ihm der Name Gemeinschaftshaus, weil man da zusammen feiert. Dieser Zusammenhalt in der Gemeinschaft und eben auch in der Nächstenliebe der Feuerwehr ist ein großes Gut. Als dann das Mikrofon seine Ausführungen wiederholt störte, meinte er augenzwinkernd: Ich soll wohl zu Predigen aufhören? … und beendete unter dem Schmunzln und Lachen der Kirchenbesucher mit einem „Amen“ die Predigt. Zum Ende des Gottesdienstes erklang in unserem Kirchlein aus allen Kehlen das „Großer Gott wir loben dich“ Das ist ein erhebendes Gefühl und es bleibt in jedem Kirchenbesucher hängen. Vorstand Uli Aigner legte dann zu Ehren der verstorbenen Fahnenmutter Marianne Aigner einen Blumenstrauß nieder und die Kapelle spielte ein Trauerlied dazu.
Nach dem Gottesdienst nahmen die Teilnehmer Aufstellung zu einem Erinnerungsfoto vor der Kirche. Mit dabei waren die Feuerwehren von Pönning und Oberharthausen mit ihren Fahnen, sowie die Fahnenjungfrauen der Fahnenweihe von 1979. Die Frauen im Dirndl umrahmt von den Feuerwehrkameraden mit den Fahnen gab ein wunderbares Gesamtbild ab.
Anschließend marschierten die Vereine und Gäste unter der zünftigen Blasmusik der Hirschlinger Musikanten zum Gemeinschaftshaus.
Hier ließ es sich die Feuerwehr Pönning nicht nehmen, und spendierte zwei Faß Bier für die durstigen Kehlen. Harry Pärr wies auf die gute Zusammenarbeit der beiden Dörfer hin, und lobte die FFW Oberharthausen als guten Patenverein bei ihren Fahnenweihen. Dann durfte Kommandant Peter Schneck das Faß anzapfen, was professionell mit zwei Schlägen auch gelang.
So war schon einmal dem Durst Genüge getan. Aber zu jeder Feier gehört auch ein gscheids Essen. Dafür wurde Franz Leonhard aus Atting ( „Bull“) engagiert, der mit seinen ganzen Spanferkeln, Rollbraten, Knödel, Kraut und Salatbuffet für ein umfangreiches gschmackiges und ausgezeichnetes bayerisches Essen sorgte, so wie man es eben bei uns gerne isst.
Jetzt war die Zeit der Reden gekommen. Vorstand Uli Aigner nahm die offizielle Begrüßung der Gäste vor:
Landrat Josef Laumer
Bürgermeister Herbert Lichtinger
Pfarrer Markus Daschner
Kreisbrandrat Albert Uttendrofer
Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer
Kreisbrandmeister Moritz Mannes
Freiwillige Feuerwehr Pönning
Vorstand Michael Engl
1. Kommandant Albert Kammermeier
Festleiter Fahnenweihe 2005 Harald Pärr
Fahnenmutter Maria Schötz
Freiwillige Feuerwehr Oberharthausen
1. Kommandant Peter Schneck
2. Kommandant Wolfgang Gruber
1. Vorstand Uli Aigner
2. Vorstand Johannes Aigner (Grollhof)
Fahnenjunker Martin Pömmerl
Schriftführerin Claudia Aigner
Uli Aigner bedankte sich anschließend bei allen Freiwilligen, die einen Dienst übernommen haben, bei allen Tortenspendern und bei Hein Sax für die Power Point Präsentation der Geschichte der Feuerwehr Oberharthausen.
Als erster Redner ging Bürgermeister Herbert Lichtinger vors Mikrofon. Er bedankte sich für die Einladung und überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Stadtrats zu unserem Jubiläum. Er blickte rückwirkend auf die Jahre und meinte, dass sich zwar die Ausrüstung Einsatzbefehle, Ausbildung und Material geändert haben, aber der Wille, den Nächsten in Not zu helfen, egal was passeirt ist, ist geblieben. Er führte weiterhin an den Herrn Pfarrer Daschner gerichtet, Beweggrund zu einer zutiefst christlichen Einstellung ist die Nächstenliebe, die Sie in der Kirche hervorragend erwähnt haben.
Aus seiner Sicht sind für eine schlagfähige Feuerwehr folgende Punkte wichtig:
Räumliche Ausstattung und ein Feuerwehrhaus ( gibt es in Oberharthausen)
Materilamäßige Ausstattung ( ihr habt ein Feuerwehrfahrzeug)
Personelle Ausstattung ( hängt von jedem Einzelnen ab)
So gilt mein Dank all denen, die sich für die FFW Oberharthausen engagieren (Kommandant Peter Schneck, Stellvertreter Wolfgang Gruber, 1. Vorstand Ulli Aigner und sein Stellvertreter Johannes Aigner – Grollhof). Wir sollten aber auch jetzt die Gelegenheit nutzen, auch denen zu danken und auch all derer gedenken, die vor 140 Jahre die Feuerwehr gegründet haben und all diese Jahre Verantwortung übernommen haben, damit so die Sicherheit der Ortsteile zu gewährleistet wurde. Mein Wunsch ist es, dass die FFW Oberharthausen auch weiterhin besteht. Was Einsatzbereitschaft und Übungen betrifft, weiß ich, daß Kommandant Peter Schneck einige junge Leute eingebaut hat, die interessiert und aktiv sind. Sie sind die Basis für die Zukunft. Im gesellschaftlichen Bereich tragen die Feuerwehren zu einem aktiven Vereinsleben in den Ortsteilen bei. Wir brauchen Euch, das ist mir wichtig! Aber Hand in Hand mit der Stadtfeuerwehr im Ernstfall!
Alles Gute zum Festtag und ich schließe mit dem Spruch der Feuerwehr: Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr. Ich habe noch ein kleines Geschenk für die Vorstandschaft und die Feuerwehr…
Als nächster Redner ging Landrat Josef Laumer ans Podium.
Er sagte, er ist heute gerne nach Oberharthausen gekommen. Erstens weil er der Feuerwehr zu 140 Jahren gratulieren will, und zweitens, weil es verdiente Feuerwehrkameraden auszuzeichnen gilt. Diese Auszeichnung gibt es vom Bayerischen Innenministerium.
Jetzt möchte ich aber noch ein paar Worte zum heutigen Tag sagen. Lieber Herr Pfarrer, es war ein wunderschöner Gottesdienst. Ich bin etwas überrascht, dass Sie sich so mit der Elektrotechnik auskennen, weil sein Mikrofon weiß, wie lange eine Predigt sein soll…. Aber es war eine sehr gute und inhaltsreiche Predigt, aber der Gesang, Herr Reif, ist noch ausbaufähig. Die ausgesuchten Lieder waren hervorragend. Da bin ich schon mal froh, dass wir als Laiensänger auch mitsingen dürfen, weil wir jedes Lied kennen. Da glaubt man dann, man ist nie allein. So hat der Herr Pfarrer es auch angesprochen, dass im Dorf die Dorfgemeinschaft so gut funktioniert und es gibt im Ort ein Gemeinschaftshaus. Das gibt es bei weitem nicht überall. Man hat sich als Dorf zusammen gefunden und es ist auch die FFW in geselligen Sachen mit dabei. Wir ahben gesagt, wir brauchen einen Ort, wio wir uns treffen. Ich komme auch aus einem kleinen Dorf bei Stallwang, Langdorf…. Zwischenruf vom Danner Sepp, er kennt das…. ja Danner Sepp, das kennst du, bist als Hochzeitlader drinnen gewesen.. ich frage mich sowieso, warum du nicht Landrat geworden bist..? Als Landrat freut es mich, wenn der Zusammenhalt groß ist. Das ist das Schöne auf dem Land. Kompliment an die Vereine, hauptsächlich der FFW, aber auch der Bevölkerung hier in Oberharthausen. Jetzt habe ich gesagt, ich bin aus dem Wald raus. Da kann man von mir nicht erwarten, dass ich in den Gäuboden raus was mitnehme. Ich bin ein armer Waidler, wir haben nicht viel und da heraußen im Gäuboden sind die Äcker voll, und ich soll eine Sau zahlen? Weil die Pönninger zwei Faß Bier mitgebracht haben fällt mir gerade ein: Sagt ein Redner zu den Leuten, wollt ihr eine kurze Rede und ein Faß oder eine lange Rede und zwei Faß Bier? Schreit einer aus dem Publikum: Lieber keine Rede und drei Faß Bier!
Ich möchte noch ein paar Worte zu der Feuerwehr sagen. Die Feuerwehrleute sind da wenn man sie braucht, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die haben keinen Terminkalender wo drinnen steht, morgen Brand in Straubing, Dienstag Unfall auf der B20. Unglücke kann man nicht vorhersagen. Deswegen sind wir dankbar und froh, dass wir hier Leute haben, die den Feuerwehrdienst machen. Deren Einsatz wird immer gefährlicher, deshalb ist die Ausbildung so wichtig, dass man Hand in Hand geht, dass man zusammen hält und dass man ein Team ist. Deswegen sage ich im Namen von Bayern und des Landkreises ein herzlichen Dank. Die Leute, die hier ausgezeichnet werden, sind Vorbilder für alle anderen. Es werden zwei für 40 Jahre ausgezeichnet und zwei für 25 Jahre. Ihr habt ja auch junge Leute dabei und auch Mädchen. Macht´s bitte weiter, und helfts mit, dann haben wir keine Sorgen um unsere Feuerwehren im Landkreis Straubing-Bogen. Wir sind dankbar, daß wir euch haben. Ich sage Vergelt´s Gott und gratuliere sehr herzlich. Freut mich, dass ich dasein durfte heute Abend. Dankschee.
Nun wurden die vier Feuerwehrkameraden wurden von der Feuerwehr- Delegation und Landrat Josef Laumer geehrt:
Für 25 Jahre Feuerwehrdienst:
Johannes Aigner (Grollhof)
Martin Pömmerl
Für 40 Jahre Feuerwehrdienst:
Franz Märkl
Josef Lachenschmidt
Nun sprachen Kreisbrandrat Albert Uttendorfer und Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer. Beide beglückwünschten die Oberharthausener Feuerwehr und betonten die Wichtigkeit der Ortsfeuerwehren.
Danach gab auch noch eine interne Ehrung von verdienten Feuerwehrmitgliedern, die Kommandant Peter Schneck und Vorstand Uli Aigner vornahmen.
Aigner Uli für 31 Jahre Vorstandschaft
Martin Pömmerl für 13 Jahre Fahnenjunker
Wolfgang Gruber für besonderen Einsatz für die FFW Oberharthausen
Peter Schneck für 13 Jahre Kommandant
Als nächster Punkt wurde von den Anwesenden Kaffee und Kuchen gewünscht. Hierzu wurden im Eingangsbereich die wunderbarsten Torten mit Feuerwehrmotiv von der 140 Jahr Feier sowie Kuchen und Krapfen aller Art angeboten. Ein Bild für Genießer…
Als abschließenden Punkt führten Peter Schneck und Uli Aigner eine Power Point Präsentation von Hein Sax vor. Sie hatte die Geschichte der FFW Oberharthausen von ihren Anfängen bis in die Gegenwart als Ziel. Dokumente und Bücher aus alten Tagen veranschauchlichten das Feuerwehrwesen in den Anfängen. Es wurde auch das gut nachbarschaftliche Verhältnis zu der Feuerwehr Pönning herausgestellt. Uli Aigner kommentierte die einzelnen Folien und hatte so manche Lacher auf seiner Seite. Bei der 200ten Folie überkam den Uli dann doch die Müdikeit. Er hätte auch das Mikro vom Herrn Pfarrer aus der Kirche gebraucht. Das hätte nämlich gewußt wann man mit seinen Ausführungen aufhören soll....
Somit war der offizielle Teil erledigt und man blieb zum geselligen Plausch sitzen.
Die Dorfgemeinschaft möchte sich bei allen Ehrengästen aus der Politik (Herr Landrat Laumer, Herr Bürgermeister Lichtinger), sowie von der Feuerwehr (Herr Uttendorfer, Herr Schmitzer, Herr Mannes) bedanken, dass sie den Weg zu unserem Jubiläum nach Oberharthausen gefunden haben.
Bedanken möchten wir uns auch für den würdigen Gottesdienst von Pfarrer Markus Daschner.
Ein großes Dankeschön unseren Freunden aus Pönning, die sogar das Bier mitbrachten. Danke für diesen großartigen Zusammenhalt der Dörfer auch bei der Feuerwehr!
Einen großen Dank an alle freiwilligen Helfer, die diesen Tag möglich gemacht haben.
Danke auch unseren Spendern der Torten!
Danke den Hirschlinger Musikanten für die tolle musikalische Unterhaltung!
Danke an Manfred Becker für die herrlichen Bilder und Videos
Danke den Organisatoren Uli Aigner und Peter Schneck für ihre hervorragende Arbeit.
Danke an Ritzenberger Georg, dass er sich unserer Feuerwehr angeschlossen hat!
Die Dorfgemeinschaft Oberharthausen ist stolz auf seine Feuerwehr!
Möge unsere Feuerwehr noch lange erhalten bleiben.
Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!
Freiwillige Feuerwehr Oberharthausen
Vorstandswahl
der FFW Oberharthausen am 22.3.2024
Die neue Vorstandschaft:
Franz Bauer (2. Vorstand), Sophia Zellmer (Schriftführerin),
der zusammengelegten Feuerwehren von Pönning und Oberharthausen am 17.2.2024
Bild von links: 1. Bürgermeister Herbert Lichtinger, ehem. 2. Kommandant Wolfgang Gruber,
ehem. 1. Kommandant Peter Schneck, neuer 1.Kommandant Harald Pärr,
neuer 2. Kommandant Daniel Koslowski, Verwaltungsangestellter Andreas Pielmeier
Aktive und passive Kameraden der FFW Oberharthausen (2005)
1. Vorstand Uli Aigner
1. Kommandant Peter Schneck
Feuerwehrhaus der FFW Oberharthausen
Neues Tragspritzenfahrzeug der FFW Oberharthausen (15. Juni 2014)
Herr Pfarrer Bock bei der Einweihung des neuen Fahrzeuges am 15.6.2014
die FFW Oberharthausen mit dem neuen TSF nach der Einweihung
Feuerwehranhänger mit Tragkraftspritze der FFW Oberharthausen (wurde nach dem Erhalt des TSF ausgemustert)
Letzte Ausbildung:
Truppmannausbildung mit Prüfung in Oberharthausen
Unsere Oberharthausener Teilnehmer an der Truppmannausbildung waren: von links Aigner Claudia, Bauer Christina, Gruber Matthias, Aigner Josef, Kommandant Schneck Peter
Bilder von Übungen
Feuerwehrübung bei Aigner im Grollhof (30.6.2007)
Feuerwehrübung bei Aigner im Grollhof (30.6.2007)
Seilziehen der FFW Oberharthausen gegen Bulldog (2005)
D`Feuerwehrla
D´Feuerwehrla dös san Leut dö ham an Schwung und ham a Schneid. Zu jeda Zeit, bei Tag und Nacht, ob´s rengt, ob´s schneibt, ob d´Sunna lacht, san d´Feuerwehrla dienstbereit, wenn Not is bei dö Leut.
Damit beim Ernstfall nix valiert, wird in da Übung oft probiert. A jeda rennt da wia um d´Wurst vom Renna kriagt ma a an Durst. Drum san a d´Feuerwehrla nia z´kriagt mia a na ra Maß Bier.
Und heult d´Sirene übers Land, san d´Feurerwehrla schnell beinand. Mit Blauliacht und mit Voigasmett´n rennans dann wia um dö Wett´n, zu rett´n Lebm und Hab und Guat mit Schneid und Muat.
Da Feuerwehrladienst is schwaar, da Lohn dafür net bsondas raar, aus Nächstenliab wird Einsatz gmacht, ganz gleich, ob Tag is oder Nacht. Dem Nächsten Schutz – und Gott zur Ehr´ hoaßt´s bei der Feuerwehr.
von Ponzauner Wigg
FFW Oberharthausen Aktivenliste (Stand 2016)
Name
Vorname
Eintritt
Funktion
1
Aigner
Claudia
22.02.2007
Schriftführerin
2
Aigner
Johannes GH
01.05.1994
3
Aigner
Johannes OH
22.01.1998
Maschinist/Fahnenjunker
4
Aigner
Josef junior
22.02.2007
Gruppenführer/ 2. Kommandant
5
Aigner
Ulrich
21.01.1982
1. Vorstand
6
Braun
Franz
01.01.1992
7
Büchner
Josef
01.01.1988
8
Gruber
Matthias
22.02.2007
9
Gruber
Wolfgang
03.05.1977
Gruppenführer/ Maschinist/2. Vorstand
10
Heininger
Rainer
03.06.1086
11
Lachenschmidt
Josef
08.01.1979
12
Leibl
Martin
12.06.1988
13
Märkl
Franz
15.06.1979
14
Pömmerl
Franz
10.04.1971
15
Pömmerl
Martin
01.05.1994
Fahnenjunker
16
Schneck
Peter
15.07.1978
1. Kommandant
17
Zellmer
Manfred
01.01.1992
Kassier/ Maschinist
Jungfeuerwehr
1
Aigner
Stefan
2
Bauer
Franz
3
Hadj Ammar
Elias
4
Heininger
Jonas
5
Nagl
Korbinian
6
Schwarzmüller
Lena
7
Wieser
Florian
8
Zellmer
Fabian
9
Zellmer
Sophia
FFW Oberharthausen Passivenliste (Stand 2016)
Name
Vorname
geboren
Eintritt
1
Aigner
Andreas
26.03.1926
05.08.1998
2
Aigner
Johann
30.04.1954
24.04.1968
3
Aigner
Josef
26.02.1986
01.05.1970
4
Bauer
Christina
24.11.1990
22.02.2007
5
Bauer
Franz
11.12.1965
12.02.2004
6
Braun
Gerhard
15.02.1971
15.04.1988
7
Becker
Matthias
28.01.1988
10.01.2004
8
Becker
Michael
05.10.1983
28.03.2000
9
Becker
Wilfried
20.01.1957
07.06.2000
10
Danner
Josef
18.03.1936
14.10.1952
11
Englberger
Josef
02.01.1957
17.01.1977
12
Gerber
Siegfried
28.02.1945
01.01.1972
13
Hadj
Ammar Abdelali
20.10.1977
12.02.2004
14
Huber
Gerhard
21.10.1963
01.01.2008
15
Kinseher
Ludwig
23.08.1965
12.02.2004
16
Märkl
Xaver
26.12.1938
15.10.1956
17
Mauerer
Franz
11.07.1962
02.07.1991
18
Mayerhofer
Ulrich
27.09.1979
01.05.1997
19
Mayerhofer
Walter
13.06.1955
20.02.1972
20
Nagl
Stefan
13.12.1969
12.02.2004
21
Sax
Heinrich
12.07.1959
03.05.1977
22
Schießl
Johann
12.05.1936
14.10.1952
23
Schmaißer
Johann
27.05.1928
25.05.1944
24
Schreiner
Anton
29.12.1959
03.05.1977
25
Stadler
Ludwig
29.03.1935
17.12.1963
26
Weiß
Johann
06.05.1941
22.10.1959
27
Weiß
Franz
24.01.1968
10.08.1985
28
Weiß
Helmut
15.01.1971
07.01.2004
29
Wieser
Theodor
04.08.1964
12.02.2004
30
Wild
Karl
05.12.1969
10.08.1985
31
Wild
Peter
14.10.1973
01.01.1992
32
Zellmer
Hubert sen
28.03.1938
12.03.1955
33
Zellmer
Josef
04.04.1933
28.04.1950
34
Zellmer
Hubert
10.08.1969
10.08.1985
35
Zisterer
Johann
27.10.1939
01.01.1972
Chronik der Feuerwehr Oberharthausen
1848 erlangten die Bauern die endgültige Selbständigkeit und die damit verbundene Übernahme der Anwesen und der landwirtschaftlichen Gebäude. Da erkannte man bald die Notwendigkeit, örtliche Gemeinschaften zu bilden, die den Brandschutz übernahmen. Sie sollten Hab und Gut vor Feuer und Brand schützen und im Brandfalle Hilfe zu leisten.
Durch die Armut der Bevölkerung und der bäuerlichen Betriebe, die baulichen Zustände der landwirtschaftlichen Gebäude und die unzureichende Löschwasserversorgung war Anlass von vielen existenzbedrohenden Brandschäden. Da es in dieser Zeit noch kein organisiertes Löschwesen gab und auch keine Brandversicherung ausreichend Schutz gewährte, drängte man von seiten der Bevölkerung und auch von staatlicher Seite auf die Bildung örtlicher Gemeinschaften, die bei Brandschäden freiwillig Hilfe leisteten.
Der Vorläufer des heutigen Bezirksfeuerwehrverbandes Niederbayern wurde am 29. September 1867 als „Niederbayerischer Kreis-Feuerwehrverband“ in Passau gegründet.
Damalige Gründungsmitglieder waren die unmittelbaren Städte: Deggendorf, Landshut, Passau, Straubing,
sowie die Landbezirke: Bogen, Deggendorf, Dingolfing, Eggenfelden, Grafenau, Griesbach, Kelheim, Kötzting, Landau, Landshut, Regen, Rottenburg, Straubing, Mainburg, Mallersdorf, Passau, Pfarrkirchen, Vilsbiburg, Vilshofen, Wegscheid und Wolfstein.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass unter den Mitgliedern dieses Verbandes für kurze Zeit auch drei oberösterreichische Feuerwehren (nämlich Linz, Ried im Innkreis und Braunau am Inn) waren, womit dem europäischen Gedanken in Niederbayern schon frühzeitig Rechnung getragen wurde.
Der Mitgliederstand zur Zeit der zwangsweisen Auflösung im Jahr 1938 lag bei 1.137 Freiwillige Feuerwehren mit 57.566 Mitgliedern. Aufgelöst wurde dieser Verband Kraft Gesetz im Jahre 1938.
Quelle: Bezirksfeuerwehrverband Niederbayern e.V./ Geschichte
Dokumente aus der Gründerzeit
Ob in Oberharthausen, so wie in Pönning, eine Pflichtfeuerwehr bestand, kann wegen fehlender Aufzeichnungen nicht mehr nachgewiesen werden. Jedenfalls wurde 1875 die erste Feuerlöschmaschine gekauft.
Auf dem Jahresbericht von 1917 steht als Gründungstag der Feuerwehr Oberharthausen der 1.3.1876 (dieses Datum scheint die dorfinterne Gründung zu sein, weil zum Feuerwehrverband ist man ja erst zwei Jahre später gegangen.
Am 20.2.1878 erfolgte dann die Aufnahme der Freiwilligen Feuerwehr Oberharthausen in den Bayerischen Landesfeuerwehrverband (Urkunde), also die offizielle Gründung der Feuerwehr Oberharthausen (Festgehalten im Archiv des LandesFeuerwehrVerband e.V.).
Das älteste Dokument der FFW Oberharthausen ist ein Kassenbuch von 1904 mit einem Kassenstand von 105,70 Mark (Archiv Geiselhöring).
Desweiteren ist in dem Archiv ein statistischer Bericht von 1913 enthalten,
der die Jahre 1908 bis 1912 einschließt:
1 Vorstand ist Alois Weber, Bauer und Bürgermeister von Oberholzen
1 Kommandant ist Josef Aigner Bauernsohn)
1 Adjudant
1 Schriftführer
1 Kassier
1 Zeugmeister, zugleich Signalist
3 Zugführer
6 Steiger
16 Spritzenmänner
11 Ordnungsmänner
----------------------------
Insgesamt 42 aktive diensttuende Mitglieder
Ausrüstung:
100 Meter rohe Hanfschläuche
6 Meter Saugschläuche
8 Paar Normalgewinde
2 Strahlrohre
20 Schlauchbinden
3 Feuerhaken
3 Laternen
2 Anstellleiter mit Stützstangen
1 Anstellleiter ohne Stützstange
1 Hackenleiter
1 Saug- und Druckspritze
1 Schlauchhaspel
Jedes Jahr wurden zwei Übungen durchgeführt
Ein Stammlisten Buch von 1931 - 1933 zeigt die 40 Mitglieder der damaligen Feuerwehr Oberharthausen und befindet sich im Besitz der FFW Oberharthausen.
Ausrüstung, Feuerwehrhaus und Abzeichen der FFW Oberharthausen
Die Freiwillige Feuerwehr Oberharthausen hat nachweislich einen ordentlichen Ausbildungsstand seiner Feuerwehrkameraden aufzuweisen. Auch in früheren Zeiten wurden schon Prüfungen abgelegt. Geübt wurde im Löschweiher beim Zellmer. Die Alten erzählen noch, dass der damalige Kommandant Johann Schmaißer ein sehr strenges Regiment geführt hat. Unpünktlichkeit hat er sofort geahndet, und zwar sollte ein Feuerwehrkamerad wegen zu spät Kommens drei Weiherrunden laufen. Der Feuerwehrkamerad weigerte sich aber, und so wurde der Vorfall bald wieder vergessen.
Den Defiziten in der Mannschaftsstärke wurde in den letzten Jahren, von Kommandant Peter Schneck, durch konsequenten Aufbau einer motivierten Jugendgruppe, entgegengewirkt. Mit viel Eigenleistung wurde auch das Feuerwehrhaus gestrichen und auch innen renoviert, wobei sich hier besonders Wolfgang Gruber engagierte. Seit 2014 hat die FFW Oberharthausen auch ein TSF (Tragkragkraftspritzenfahrzeug) in Betrieb. Somit ist auch die FFW mobiler geworden, und man ist nicht mehr auf einen Traktor wie bei der alten TS/8 abhängig. Der Kommandant
26.08.1980
23.01.1982
18.08.1982
12.12.1984
05.08.1986
20.04.1988
07.10.1989
10.06.1994
22.10.2004
12.06.2006
Brände in Oberharthausen
Brände waren und sind immer noch ein heißes Thema. Trotz aller modernen Technik von heute überrascht ein plötzlicher Blitzeinschlag oder durch Bauarbeiten die Feuerwehr. Brannten früher dann meistens wegen unzureichender Ausrüstung und fehlenden Wassers oft gleich mehrere Häuser ab, so kann man heute eine Ausweitung des Feuers meistens verhindern. Durch die Leitstelle werden innerhalb von Minuten die Feuerwehren mit aller Ausrüstung informiert und angefordert. Sehr gut ausgebildete Kreisbrandmeister koordinieren solche größeren Brände mit den Kommandanten der Wehren.
Trotz allem kommt es immer wieder zu Bränden. So blieb auch Oberharthausen die letzten Jahrzehnte nicht verschont. Einmal kam es zu einem Blitzschlag (1967 Scheune Schmaißer9, Brandstiftung ( 1968 Kinder Scheune Sax), Schwelbrand durch Heu (1995 bei Schreiner) und Hallenbrand (2016 wahrscheinlich durch zu heißem Traktor).
1848 brach beim Dreschen das Feuer im Hof des Sebastian Niedermayer, Hs.-Nr. 16 aus. Es erfasste das Anwesen des Wirtes Franz Krieger, Hs. - Nr. 19 und das Anwesen des Joseph Überreiter, Hs. - Nr. 18. Letzterer errichtete seine Hofgebäude dann östlich auf Fl. St. Nr. 71a. Dabei wurde der bisherige Dorfweg zwischen dem alten und nun neuen Hof an die westliche Grundstücksgrenze verlegt. Der Dorfweg nach Pilling verläuft seitdem zwischen dem Überreiterhof und dem Schmiedanwesen.
1889 brannten die Anwesen Ludwig Späth, Hs. - Nr. 4, Schmaißer Jakob,
Hs. - Nr. 5, Geißler Jakob, Hs. - Nr. 7 und das Schmiedanwesen des Paul Gröschl, Hs. - Nr. 20 nieder.Das Feuer brach bei Späth Ludwig aus. Er hatte bei offenem Licht im Stadel Gsott geschnitten.Wegen Feuerschutz mussten Schmaißer und Geißler ihren Stadel im Ziegelbau erstellen
1902: Der„Laberbote“ berichtet, dass am 26. November 1902 im Ökonomieanwesen des Gastwirts Joseph Aigner, Hs. - Nr. 19 ein Brand ausbrach. Im Nu ergriff er den nachbarlichen Besitz des Alois Weber, Hs. - Nr. 16 und des Joseph Schmaißer, Hs. - Nr. 12 1/3.Trotz sofort herbeigeeilter Hilfe konnten diese schönen Anwesen nicht gerettet werden.
1956 brannte bei Späth (Scheune); nach Zeitzeugenangaben soll ein in der Nähe stehender Strohschober zu brennen begonnen haben (könnte auch Brandstiftung gewesen sein, man hat es nie heraus bekommen)
1967 Schmaißer Johann (Feldscheune durch Blitzeinschlag)
1968 Sax Jakob (Stadl durch Brandstifung von Kindern)
1995 Schreiner Anton (Scheune durch Selbstentzündung vom Heu – Ermittlung der Polizei)
2016 Braun Franz (Geräteschuppen)
Sonstige Einsätze der FFW Oberharthausen
Fahnenweihen und sonstige Feste
Erste Fahnenweihe der FFW Oberharthausen war am 26.05.1929 zum 50 jährigem Gründungsfest. Warum die Fahnenweihe nicht 1928, also genau 50 Jahre nach Gründung abgehalten wurde, weiß niemand mehr. Es sind noch die Fahne und die Erinnerungsbänder vorhanden. Patenverein war die FFW Atting. Wahrscheinlich Atting, weil Oberharthausen bis 1951 zur Pfarrgemeinde atting gehörte und von dort auch seelsorgerisch betreut wurde.
Die nächste Fahnenweihe fand am 20.7.1975 in Pönning statt. Die FFW Pönning feierte ihr 100 jähriges Gründungsfest und die FFW Oberharthausen war dabei Patenverein.
Nachdem der Festausschuß am 6.4.1978 einen Beschluß zur Abhaltung einer Fahnenweihe zum 100 jährigen Gründungsfest der freiwilligen Feuerwehr vorgelegt hatte, fand diese dann im folgenden Jahr, am 8.7.1979 statt. Patenverein war die FFW Pönning. Es war eine Menge an Planung notwendig, um das Fest abzuhalten. In der Weide von Hubert Zellmer wurde das Festzelt aufgestellt. Fahnenmutter war die leider schon verstorbene Marianne Aigner von Grollhof. Insgesamt waren 76 Vereine am Start. Das Fest begann am Freitag, den 6. Juli abends mit einem Standkonzert vor der Kirche mit anschließendem Einzug in das Festzelt. Am Samstag wurde der Patenverein und die Fahnenmutter eingeholt. Abends dann fand der Fackelzug zum Kriegerdenkmal und zurück zum Festzelt statt.ASm Sonntag nachd em Weckruf wurde der Patenverein abgeholt und es erfolgte die Einholung der Vereine. Um 10:00 Uhr war Gottesdienst im Festzelt durch Pfarrer Karl Zirngibl. Um 14:00 fand der Festzug mit Bänderverleihung statt. Am Montag war dann der Festausklang bei gemütlichem Zusammensitzen.
2004 Patenbitten der FFW Pönning in Oberharthausen
Marsch der FFW von Pönning nach Oberharthausen,
Patenbitten bei der Kirche und Marsch ins Gemeinschaftshaus
Begrüßung durch Vorstand Uli Aigner und Schirmherr F.X. Stierstorfer
Gstanzlsingen von Sepp Danner
Fahnenweihe Pönning am 24.07.2005 - FFW Oberharthausen Patenverein
26.09.2009 - 130 Jahrfeier der FFW Oberharthausen
Fahrzeugweihe am 15.06.2014
Insgesamt wird in Oberharthausen durchwegs eine gute Feuerwehrarbeit geleistet. Die Alarmierung durch die Leitstelle ist zwar durch die kleine Zahl der Aktiven ( 1 Gruppe ist gemeldet) gering, aber wenn sie gerufen wurde, dann war sie auch zur Stelle.
Der Kommandant legt auch großen Wert auf Übungen, die regelmäßig im monatlichen Turnus abgehatlen werden. Es werden regelmäßig Erste Hilfe Kurse durchgeführt. In der winterlichen Schulung werden die Neuerungen im Feuerwehrwesen und auch die Unfallverhütungsvorschriften, sowie der Umgang mit gefählichen Stoffen besprochen.
Des weiteren hat die FFW Oberharthausen im Vereinsleben des Dorfes einen hohen Stellenwert. Sie repräsentieren das Dorf bei den Fahnenweihen, als auch kirchlichen Umzügen (, Prangertag, Beerdigungen) und Festen jeglicher Art. Der jährliche Feuerwehrausflug ist im Dorf zu einer festen Einrichtung geworden und fördert den Zusammenhalt.
Mitglieder der Feuerwehr sind auch in den verschiedenen Dorffesten engagiert und halfen auch fleißig seinerzeit beim Bau des Gemeinschaftshauses mit.
Die Feuerwehr pflegt auch ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zum Dorf Pönning. Bei den Fahnenweihen war jeweils das andere Dorf Patenverein.
Möge die Feuerwehr Oberharthausen auch weiterhin fortbestehen und einsatzbereit sein, wenn Not am Mann ist. Möge die Jugend auch weiternhin in der Feuerwehrarbeit einen Dienst sehen, für den es sich lohnt ein paar Stunden der Freizeit zu opfern.
2019 wird gerade das 140 jährige Gründugnsfest der Freiwilligen Feuerwehr vorbereitet. Dieser uralte Verein hat es verdient, dass er auch in Zukunft besteht, weil er für das Dorf ein so wertvoller Zusammenschluss ist. Wir sind es auch unseren Vätern schuldig, dass es mit dem Verein weitergeht. Mit einfachen Mitteln wurde damals Ende des 19. Jahrhunderts gelöscht und Brände bekämpft. Jetzt am Anfang des 21. Jahrhunderts stehen die Feuerwehrkameraden gut ausgerüstet und mit Schutzausrüstung den Bränden gegenüber. Aus Respekt für die alten Feuerwehrkameraden werden sich auch hier in Oberharthausen immer wieder Kameraden finden, die das Erbe der Vereinsgründer fortführen, gemäß dem Spruch: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!