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Zeitungsbericht Jagd OH

(Zeitungsbericht von Elisabeth Ammer)

 

 

 

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von links: Johannes Aigner (Kassenprüfer), Johannes Aigner Grollhof (Kassier), Wolfgang Gruber 
  (1. Beisitzer), Ludwig Kinseher (2. Jagdvorstand), Manfred Zellmer (1. Jagdvorstand), 
  Helmut Prebeck (3. Bürgermeister Geiselhöring), Ludwig Zellmer (Schriftführer) ,
  Franz Pömmerl (ehem. 1. Vorstand), Franz Bauer (2. Beisitzer) , 
  Hans Aigner (ehem. Jagdpächter) , Christian Gschwind (neuer Jagdpächter).

 Nicht einmal der Freitag, der 13. konnte die Neuwahlen bei der Jagdgenossen von Oberharthausen stoppen. Nachdem der neue Jagdpächter Christian Gschwind schon letztes Jahr die Jagd übernommen hatte, galt es heuer die Mannschaft der Jagdgenossenschaft neu zu wählen. Die Wahl wurde dankenswerter Weise vom 3. Bürgermeister von Geiselhöring, Herrn Helmut Prebeck, durchgeführt.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

1. Jagdvorstand:    Manfred Zellmer
2. Jagdvorstand:    Ludwig Kinseher
1. Beisitzer:    Wolfgang Gruber
2. Beisitzer:    Franz Bauer
Kassier:     Johannes Aigner, Grollhof
Schriftführer:    Ludwig Zellmer
Kassenprüfer:

   Johannes Aigner, Martin Pömmerl

Mit schönen Geschenkkörben verabschiedet und geehrt wurden am Freitag

Hans Aigner, der die Jagd über 28 Jahre von der Jagdgenossenschaft Oberharthausen gepachtet hatte 
  (er bekam außerdem ein schönes Jagdteller als Erinnerung für seine langjährige Jagdpacht überreicht)
 
Franz Pömmerl, der 32 Jahre Jagdvorsteher war.
   
Wolfgang Gruber, Ehrung mit einem Weinpäsent für 20 Jahre gemeinnütziger Arbeiten für die Jagdgenossenschaft.

Nach der Wahl überraschte der neue Jagdpächter Christian Gschwind die Anwesenden mit einem feinen Wildschweinbraten. Mit Christian Gschwind hat die Jagdgenossenschaft Oberharthausen einen sehr guten Jagdpächter bekommen. Er erfüllt nicht nur die Aufgaben des Pächters hervorragend, sondern nimmt auch an den Dorffesten von Oberharthausen rege und gerne teil.  


Die Dorfgemeinschaft Oberharthausen möchte es nicht versäumen, der Familie Aigner von Grollhof für die jahrzehntelange Jagdpacht herzlich zu danken. Sowohl bei Alois Aigner, als dann auch die letzten 28 Jahre bei seinem Sohn Hans Aigner war die Jagd in sehr guten Händen. Mit Augenmass und Einbindung der Dorfleute wurden die gemeinsamen Treibjagden abgehalten, so dass der Nachfolger einen gesunden und ausreichenden Wildbestand übernehmen kann. 

Ein herzliches Vergelt´s Gott gilt auch dem 1.Jagdvorsteher Franz Pömmerl. Er füllte sein Amt 32 Jahre gewissenhaft und mit großer Leidenschaft und Sachverstand für das Notwendige aus. Er verantwortete maßgeblich die jährliche Pflege der Feldwege, und war für den Ankauf von Wegehobel, Mulcher, Holzspalter und Baugerüst verantwortlich. Außerdem war er mit seinem Antrag von der Jagdgenossenschaft der Anstoßgeber für den durchgeführten Hochwasserschutz in Oberharthausen.

Ein großes Dankeschön auch der Allzweckwaffe von Oberharthausen, Wolfgang Gruber, für seine 20 jährigen Wartungs-, Reparatur und Instandhaltungsarbeiten an den Gerätschaften der Jagdgenossenschaft Oberharthausen. Mit großem Einsatz und Können erledigt er diese Arbeiten und stellt die Einsatzbereitschaft sicher.

Zu guter letzt gilt der Dank den Männern aus Oberharthausen, die sich wieder ehrenamtlich für die Ämter der Jagdgenossenschaft zur Verfügung gestellt haben. Damit sind die Weichen für die Zukunft der Jagdgenossenschaft von Oberharthausen hervorragend gestellt.

Wir wünschen dem neuen Jagdpächter viel Erfolg mit der Jagd und hoffen für das Wild, dass nicht jeder Schuss ein Treffer ist....

 

Bilder vom Abend von Martin Pömmerl

 

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Geschichte der Jagd - Einführung in das Jagdrecht

 

 

Rechtsentwicklung

Die Grundlagen unseres heutigen Jagdrechts wurden Mitte des vorigen Jahrhunderts geschaffen, als 1848 die Deutsche Nationalversammlung das Jagdregal aufhob und das Jagdrecht dem Eigentümer  auf seinem Grund und Boden zuerkannte und bald darauf eine neue Reform des Jagdrechts in den einzelnen Staaten die Revierordnung einführte, die die ausübung des Jagdrechts von Mindesflächengrößen abhängig machte. Auf diesen richtungsweisenden Entscheidungen baut die Jagdgesetzgebung bis heute.


Im Jagdregal wurde das ausschließlich königliche Jagdausübungsrecht auf den jeweiligen Territorialherrn übertragen. Im Gegensatz zum Lehen verzichtete der König bei vergebenen Regalien auf sein Obereigentum (dominium directum).

Im Laufe des 15. Jahrhunderts verschob sich die Machtstruktur im Heiligen römischen Reich vom Kaiser auf die jeweiligen Territorialherren, gleich ob weltliche oder geistliche. Dies wird auch daran deutlich, das im 15. Jahrhundert sich der Zusatz Heiliges römisches Reich >deutscher Nationen< durchsetzte. Das Jagdregal verlor 1848 in Folge der Märzrevolution in Deutschland seine Bedeutung. Das Jagdrecht ging auf den Grundeigentümer über.

(Quelle: Deutsches Jagdlexikon)


 

Das Reichsjagdgesetz von 1934 beendete die bis dahin herrschende Rechtszersplitterung in Deutschland auf dem Gebiet des Jagdrechts und brachte unter Aufhebung von 17 verschiedenen landesgesetzen für das damalige Deutsche Reich erstmals ein einheitliches Jagdrecht.

Reichsjagdgesetz 1934  Es verpflichtete den Jäger, das Wild zu hegen und die Jagd „nur nach den allgemeinen Grundsätzen deutscher Waldgerechtigkeit auszuübnen“, eröffnete die Möglichkeit der Abrundung von Waldbezirken und führte u. a. den zwangsgenossenschaftlichen Zusammenschluß der Grundeigentümer in den gemeinschaftlichen Waldbezirken, die Jägerprüfung als vorausetzung der Jagdscheinerteilung und die Abschussplanung ein. Das Reichsjagdgesetz ist vielfach, auch im Ausland, als vorbildlich für seine Zeit anerkannt worden. 

 

Nach dem Krieg wurde das Reichsjagdgesetz in den Ländern der amerikanischen Besatzungsmacht aufgehoben. Damit trat für eine kurze Zeit in den Ländern Bayern, Bremen, Hessen und baden-Würtemberg der Rechtszustand ein, wie er vor dem Reichsjagdgesetz bestanden hatte. In den Jahren 1949 und 1950 haben die meisten westdeutschen Länder Landesjagdgesetze erlassen, die im Wesentlichen die Grundzüge des Reichsjagdgesetzes wiederholten. Nur in den Ländern der britischen Besatzungszone war das Reichsjagdgesetz in Kraft geblieben.

 

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland gestand dem Bund auf dem Gebiet des Jagdwesens nur die Rahmengesetzgebung zu (Art. 75 Nr. 3GG a. F). Der Bund durfte nicht die gesamte Materie abschließend regeln, sondern grundsätzlich nur den Rahmen bestimmen, innerhalb dessen die Länder die für den Bürger unmittelbar geltenden Rechtsnormen erlassen konnten. Einzelne Bereiche durften jedoch auch in einem Rahmengesetz abschließend  und für den Bürger verbindlich normiert werden (vgl. BverfG NJW 1955, 57).

Rahmenrechtlich ist das Jagdrecht der Bundesrepublik Deutschland

 

Soweit das Jagdrecht zivilrechtliche Regelungen enthält, wurde schon zur  Zeit vor der Föderalismusreform überwiegend angenommen, dass sie zur konkurrierenden Gesetzgebungskompetenz gehören, wobei das Verhältnis zwischen beiden Gesetzgebungszuständigkeiten des Bundes im Einzelnen durchaus streitig war ( vgl. auch BGH, NJW 2010, 1608 ff.)

 

(Quelle:  Kathrin Oswald , Landratsamt Straubing-Bogen, Sachgebiet 31 - Untere Jagdbehörde)

 

 


 

 

Chronik der Jagdgenossenschaft Oberharthausen

 

Die frühesten Aufzeichnungen und Niederschriften über die Jagd in Oberharthausen findet man im Archiv des Landratsamtes Straubing bei der ,,Unteren Jagdbehörde''.

Die Jagdverpachtung war früher die Angelegenheit der Gemeindeverwaltung, wobei die Zustimmung vom Königlichen Bezirksamt in Straubing notwendig war.

Im ersten Protokoll vom o4. September 1908 einer Jagdverpachtung trafen sich der Bürgermeister Kramer und die Ausschussmitglieder Peringer, Ebner, Gürster und Sebastian Reif zur Beratung. Protokollführer war ein Herr Hopfner.

Es wird darauf hingewiesen, daß der Jagdvertrag vom 22. November 1902 mit Herrn Dietl aus Straubing und dem Bezirksdirektor Weidmüller in Straubing auf Grund des Ausscheidens durch Tod von Herrn Dietl die Jagdbedingungen nicht mehr erfüllt werden können.

Eine Neuverpachtung wird beschlossen.

Herr Sebastian Reif, Gastwirt in Oberharthausen, übernimmt vom o1. Januar 1908 bis 31. Dezember 1914 als Pächter die Jagd in Oberharthausen.

Der Jagdbogen 1 umfaßt die Gemeindefläche samt Grollhof mit 448 ha.

Der Jagdbogen 2 ist die Ortsflur bei Oberholzen mit 108 ha.

Für die Gemeindejagd ist ein Jagdpachschilling von 375,- Mark im Voraus zu zahlen. Der Jagdbogen um Oberholzen kostet 175,- Mark.

 

Am 18. Dezember 1914 wird diese Jagd bis 31. Dezember 1920 verlängert.
Der Jagdpachtschilling beträgt 550,- Mark.
Es unterschreibt der  Bürgermeister Johann Wurm den Vertrag zur Jagdverlängerung.

Am 21. Oktober 1920 unterschreiben der Jagdvortsteher Johann Aigner Hofbesitzer vom Grollhof und der Ziegeleibesitzer Josef Mayr aus Straubing eine handschriftliche Erklärung über eine Einigung über die Jagdbedingungen, die am 7. November in einem Gemeindebeschluß bestätigt wird.

Unterschrieben von Bürgermeister Wild und den Ausschußmitgliedern Zellmer, Wurm, Gürster, Wacker, Sebastian Mayer.

Der Jagdpächter Josef Mayr aus Straubing übernimmt am 15. September 1920 die Jagd.

Er verpflichtet sich für die Jagdzeit von 9 Jahren 3000,- Mark bei der Gemeinde Oberharthausen zu hinterlegen.

Sollte er in der Zeit durch Tod ausscheiden wird sein Nachfolger die Jagd die restliche Zeit übernehmen.

Auf Grund des Ablebens von Jagdpächter Josef Mayr Ende der Jagdperiode ist der Pachtvertrag erloschen und die Jagd wurde neu ausgeschrieben.

 

Der Lehrer Franz Geiger, wohnhaft in Pönning, übernimmt die Jagd.

Der Jagdvertrag beginnt am o3. Januar 1929 und endet am 31. Dezember 1934.

Der Jagdpachtschilling in Höhe von 570,- Mark muß im Voraus bezahlt werden.

Die Jagdfläche ist laut Vertrag 556 ha oder 1700 Tagwerk.

 

Den Jagdvertrag haben Bürgermeister Johann Wurm, Loichinger, Hösl, Schmaißer und Ebner unterschrieben.

 

Zusatz im Vertrag:
Hunde und Katzen die nicht weiter als 200 m von bewohnten Anwesen entfernt sind, dürfen nicht getötet werden.

 

Es wird in einer Niederschrift vom 19. Juni 1933 erklärt, daß der Jagdpächter Lehrer Geiger noch immer 150,- Mark Jagdpachtschilling der Gemeinde schuldet. Er bezahlt den Betrag am o1. Juli und Bürgermeister Hüttenkofer bestätigt die Zahlung.

 

Im Jahre 1935 pachtet der Lehrer Franz Geiger die Jagdreviere Pönning und Oberharthausen. 

Die Größe der beiden Jagden wird im Vertrag auf 1200 ha angegeben.

Der Pönninger Jagdvorsteher Vinzenz Buchner und der Lehrer Franz Geiger unterschreiben am 13. August 1935 den Jagdvertrag der über 9 Jahre gilt.

Der Jagdpreis ist auf jährlich 520,- Mark festgelegt und ist im Voraus zu bezahlen.

Der Oberharthausener Jagdvorsteher Alois Zellmer und der Lehrer Franz Geiger unterschreiben am 15. August 1935 den Jagdvertrag der über 9 Jahre gilt.

Der Jagdpreis ist auf jährlich 370,- Mark festgesetzt und ist im Voraus zu bezahlen.

 

Am 17. Januar 1943 wurde ein Nachtrag in beide Jagdverträge eingeschrieben:

Vorstehender Jagdvertrag wird auf Antrag des derzeitigen Pächters Herrn    Franz Geiger, Hauptlehrer in Pönning, und auf Grund der diesbezüglichen Verordnung des Reichsjägermeisters bis auf den 31. März desjenigen Jahres verlängert, das dem Jahre des offiziellen Friedensschlusses folgt.

 

Angefochten durch den Jagdpächter Franz Geiger wurden die Jagdreviere am 18. April 1949 neu verpachtet.

Die Oberharthausener Jagd wurde durch Bürgermeister Sebastian Meier verpachtet.

Wer jedoch der Pächter war ist aus den Unterlagen des Landratsamtes nicht zu ersehen.

 

Nach einer ordentlichen Ausschreibung von Jagdpächter Josef Peringer aus Oberholzen wurde die Jagd öffentlich versteigert.

Die Gebrüder Ludwig und Karl Fuchs aus Straubing pachten die Jagd mit einer Größe von 530 ha und einem Pachtzins von 400,- Mark jährlich:

  • Pachbeginn ist der 16. Mai 1951
  • Pachtende ist der 31. April 1960



Die folgenden Jahre sind in der

Tabelle Chronik der Jagdvorstände und Pächter

einzusehen. 

 

 

Die besonderen Ereignisse in der Jagdgenossenschaft Oberharthausen:

 

 Am 22. Oktober 1959 wird die erste Satzung der Jagdgenossenschaft Oberharthausen beschlossen.

  • Jagdvorsteher Märkl Xaver,
  • Stellvertreter Mayer Xaver,
  • Kassier Schmaißer Johann



Am 29. Juni 1971 stellt in der Jagversammlung Herr Pfarrer Zirngibl den Antrag auf Bezuschussung zur Renovierung des Pfarrhauses in Pönning 

Die Jagdversammlung beschloß daraufhin, daß ein Zuschuß von 2.500,- DM zur Pfarrhausinstandsetzung gewährt wird.
 


Am 21. März 1978 wird bei der Jagdversammlung folgender Beschluß gefaßt:
2. Verwendung des Jagdpachtschilling. Der Vorschlag von Bürgermeister Zach wird beschlossen.

Die FFW Oberharthausen sollte 6.000,- DM für anfallende Kosten bei der Fahnenweihe bekommen.

Bürgermeister Zach bittet und ersucht die Jagdgenossen besonders zur Überlassung des Jagdpachtschillings, weil sich die kleine Gemeinde Oberharthausen sehr bemüht hat, durch Schaberarbeiten, Hand- und Spandienste die Instandhaltung der Feldwege sehr zu verbilligen, was größtenteils den Jagdgenossen zu gute kam.


 

Gemeindereform 1979

Durch die Gemeindereform endete die Amtszeit der Jagdvorstände zum 30. April 1978 wegen Wegfalls der sie gegründeten Gemeinden.

Der Bürgermeister der Gemeinde wurde zum Notvorstand.

Ab o1. Mai 1978 entsteht ein neues Gemeinschaftsjagdrevier mit einer neuen Jagdgenossenschaft.

Der Jagdkataster mit einem neuen Jagdplan wird neu erstellt.

Durch den Vorsitz von Geiselhörings Bürgermeister Haindl wurden am 25. April 1979 zu der nicht öffentlichen Versammlung im Geiselhöringer Hof die Jagdgenossen von Haindling, Hainsbach, Hirschling, Oberharthausen und Pönning geladen.

Es wird die Teilung und die Eingliederung der verschiedenen Jagdgenossenschaften beschlossen.

Auch die Satzung der Jagdgenossenschaften wird neu beschlossen.

Es werden auch die Wahlen durchgeführt.

Für Oberharthausen werden gewählt:

  • Jagdvorsteher Wolfgang Gruber
  • Stellvertreter Pömmerl Franz
  • Kassenführer Schmaißer Johann

Ein Jagdausschuß wurde nicht bestellt.
 



In der Jagdversammlung vom o7. März 1981 beschließt die Versammlung, daß ein Drainagepflug gekauft wird.

 



Am  o1. März 1983 ist die Vorordnung zur Ausführung des Bayer. Jagdgesetzes (AVBayJG) in Kraft getreten.

Die Verordnung beinhaltet in der Anlage 1 eine neue Mustersatzung für die Jagdgenossenschaften.

Sie wird am 29. März 1984 in der Jagdversammlung beschlossen.

Es wird ferner beschlossen, daß ein TARUP Feld- und Stroh Häcksler im Wert von 5.050,-  DM von der Firma Haller gekauft wird.

Bei der Versammlung löste der neu gewählte Bürgermeister F.X. Stierstorfer sein Versprechen ein, für den Fall seiner Wahl ein Faß Freibier zu stiften.



Am 17. März 1986 wurde in der Versammlung beschlossen, daß sich die Jagdgenossenschaft ein Baugerüst kauft.

Aus dem Besitz der ehemaligen Baufirma Zankl wurde dieses angekauft.

 



In der Jagdversammlung vom o9. Februar 1990 wurde die neue Situation in der Zuckerrübenabfuhr - die Zuckerrüben  werden in Zukunft mit LKW abgefahren - diskutiert.

Man beschließt, daß die Feldwege in Zukunft nach und nach mit Granitschotter aufgebessert werden und die Grabenüberfahrten breiter gemacht werden müssen.

Dies kostet sehr viel Geld, das die Jagdgenossenschaft nicht aufbringen könnte.

Die Stadt Geiselhöring hat sich bereit erklärt, daß sie in Zukunft 50% der Kosten als Zuschuß übernimmt.

 



1997 wurde das bestehende Baugerüst erweitert.

Es wurde von der Firma Beutelhauser aus Straubing ein Baugerüst, das zu dem alten Gerüst paßt, gekauft. Kosten 8.000,- DM.

Somit ist im Besitz der Jaggenossenschaft ein Baugerüst in der Größe von 140 m² Gesamtfläche.



Die Jagdgrenze mit Perkam wird ab o1. Juli 1999 durch einen Musterprozeß neu geregelt. Gemeindegrenze ist wieder Jagdgrenze.

Die Jagdgenossenschaft Oberharthausen verliert durch ein Urtreil des BVB  Berlin eine 11 ha große Jagdfläche.

Der Fall:

Am o4. Juni 1935 tauschen Ludwig Mayr und Josef Bauer in Weiling eine identisch große Jagdfläche.

Die Pillinger Jagd bekommt den nördlichen Teil der Oberharthausener Jagd die über der Bezirksstraße Pilling Kay liegt (Bernloh).

Die Oberharthausener Jagd bekommt zum Ausgleich eine gleich große Fläche vom Oberholzener Feld.

(Nähe Peringer Weiher)

 

Diese wurde damals als Kreisjägerentscheidung genehmigt.

 

siehe original Vertrag

 

 

Da der 2.Weltkrieg jedoch vieles durcheinander gebracht hatte, konnten sich  die Oberharthausener Jagdgenossen wahrscheinlich nach dem Krieg nicht mehr an den Tausch erinnern.

Die Perkamer haben die getauschte Fläche wie vorher bejagt.

Als 1987 Jagdsachbearbeiter Feineis auf den Mißstand aufmerksam machte, wollten die Perkamer Jäger diese Fläche jedoch nicht mehr hergeben.

Die Untere Jagdbehörde brachte immer wieder zum Ausdruck, daß die Rechtslage für Oberharthausen ist.

Es wurden Ortbesichtigungen mit den angrenzenden Jagdvorständen und Jägern durchgeführt, Vorschläge zu Abrundungen wurden gemacht. Man kam zu keiner Einigung.

Bis eine Jagdgenossenschaft mit einem ähnlicher Fall vor den Bundesgerichtshof in Berlin gezogen ist und einen Musterprozeß geführt hat.

 

Der BGH bestätigt ein Urteil vom o2. Oktober 1996 des bay.Verwaltungsgerichthofes:

„Eine Kreisjägermeisterentscheidung kann jedoch nach neuerer Rechtssprechung durch abweichende tatsächliche und rechtliche Handhabung über Jahrzehnte hinweg obsolet geworden sein, d.h., sie entfaltet keine Rechtssprechung mehr. Dies tritt für beide Entscheidungen zu.“


 

In der Jagdversammlung vom 22. März 2000 wurde beschlossen:

„Die Versammlung beschließt den Kauf des gebrauchten Mulchgeräts von den Jagdgenossen Aigner und Hubert Zellmer zum Preis von 4.400,- DM samt Zapfwelle und einem neuen Messersatz.“
 



In einem Schreiben vom 23. Januar 2006 an Bürgermeister Stierstorfer macht die Jagdgenossenschaft Oberharthausen auf folgendes aufmerksam:

 

Überschwemmungsgefahr in Oberharthausen

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Stierstorfer,

sehr geehrte Damen und Herren Stadträte.

 

Am 15. August 1981 wurde in Folge eines Unwetters, Schwerpunkt über Perkam / Oberholzen, binnen weniger Minuten Oberharthausen überflutet.

Die Bürger aus Oberharthausen haben deshalb die Befürchtung, dass es wieder einmal zu so einer Katastrophe kommen könnte.

 

Begründung:

Das Wasser kommt in einem Drainagegraben, von einem großen Gebiet aus Richtung Westen, das höher liegt als Oberharthausen, in den Ort und hier beginnt die Gefahr einer Überschwemmung.

Nach dem Anwesen Zellmer Hubert wird das Wasser durch viel zu kleine Rohre geleitet, die wie ein Wehr das Wasser zurück stauen. Nach Oberharthausen  vereinigt sich dieser obere Graben mit dem Ortsgraben und die doppelte Wassermenge fließt nach Alburg, wieder durch viel zu kleine Durchlässe.

Die Folge ist, das Wasser aus dem Ortsgraben staut sich zurück und überschwemmt den Ortskern. 1981 wurden die Anwesen Schmaißer und Späth so schwer überflutet, dass die Feuerwehr nur noch in letzter Minute die Schweine aus ihren Ställen retten konnte.


Unsere Bitte ist deshalb, dass im Zuge der Kanalisierung von Oberharthausen eine Überprüfung der Gräben im Dorf erfolgt.

Bitte lassen Sie eine Berechnung erstellen, wie viel Wasser dieser Graben bei einem Unwetter aufnehmen muss, und wie groß die Durchlässe für einen ungehinderten Abfluss des Wassers, im und nach dem Ort, sein müssen.

Die zu kleinen Rohre sollten dann für entsprechend große Rohre ersetzt werden.

Für Ihre Bemühungen im Voraus, herzlichen Dank!

Ergebnis: Die Stadt Geiselhöring plant einen Hochwasserschutz für Oberharthausen.
 



In der Jagdversammlung vom o3. April 2008 beschließt die Jagdversammlung den Kauf eines neuen Mulchgeräts.

Es wird ein Agrimaster 280 ausgestattet mit Zapfwelle, Hydraulischen Seitenschub und Y-Messern gekauft.

Der alte Mulcher wird als Anzahlung gegeben und man muß noch 4.800,- € bezahlen.

Bei der Jagdversammlung am 10.3.09 wurde Johann Schmaißer für 50 Jahre Kassierarbeit in der Jagdgenossenschaft Oberharthausen geehrt.

Die Jagdgenossenschaft bedankte sich mit einer Urkunde und einem Brotzeitkorb.

Es sprach Jagdvorsteher Franz Pömmerl eine Laudatio für Johann Schmaißer: 

Am 22.10.1959 wird in einer Versammlung die erste Satzung in der Geschichte der Jagdgenossenschaft Oberharthausen eingeführt. 
Bei der Vorstandswahl wurden als Jagdvorsteher Xaver Märkl und zum Stellvertreter Xaver Mayer gewählt. Weil die Satzung es verlangte, musste auch zum Ersten Mal ein Kassier gewählt werden. 
Im Alter von 31 Jahren wurde Hans Schmaißer zum Kassier der Jagdgenossenschaft Oberharthausen gewählt.Aus unserer Chronik ist nicht ersichtlich, ob der neue Kassier den Jagdpachtschilling von 400.- DM von den Jagdpächtern Fuchs Ludwig und Karl sofort verwalten musste….
denn, bis Dato ist ja dieser Jagdpachtschilling in die Gemeindekasse geflossen….
aber, wie ich unseren Hans  kenne, hat er das Geld zur Bank gebracht und es wurde der Grundstock für unser heutiges Vermögen. 
Seit dieser Zeit sind schon so viele Jagdvorsteher, Stellvertreter und Beisitzer gewählt und in die Chronik der Jagdgenossenschaft Oberharthausen eingetragen worden,
aber als Kassier gibt es bis jetzt nur einen Namen 
               
…..Hans Schmaißer
 

4 Jagdvorsteher, 6 Stellvertreter, 3 Bürgermeister hat unser Hans schon erleben dürfen und der 4. Bürgermeister, Krempl Bernhard, ist gerade in sein Amt gewählt worden.  

Lieber Bürgermeister, ich kann dir nur raten, schau, dass du in 5 Jahren wieder gewählt wirst, sonst erlebt unser Kassier noch einen 5. Bürgermeister. 
Die Arbeit als Kassenführer, sein Fleiß und seine Ehrlichkeit gegenüber der Jagdgenossenschaft, ist vorbildlich. 

Und das alles unentgeltlich! 

Herausheben möchte ich noch, dass du lieber Hans immer ein Kämpfer warst und bist, du hast nie aufgegeben. 
Denn vor 10 Jahren haben wir dir für 40 Jahre Kassier gedankt, und ich habe dich kurz zuvor im Krankenhaus besucht, weil du schwer krank warst, ich habe dich damals gefragt, ob du wieder im Frühjahr bei der Wahl das Amt des Kassiers übernimmst und du hast damals gesagt, 

„Wenn i no leb, moch es wieder“ 

Ich bin jetzt schon gespannt auf nächstes Jahr, denn 2010 sind wieder Neuwahlen und dann wirst du bestimmt wieder gefragt,
„Nimmst du die Wahl an?“
Ich jedenfalls würde mich freuen, denn so einen ehrlichen und treuen Kassier wie dich lässt man nicht in die Rente gehen. 
Lieber Hans, ich möchte dir für 50 Jahre Arbeit als Kassier für die Jagdgenossenschaft Oberharthausen recht herzlich danken, bleib weiter gesund, damit du noch sehr lange dieses Ehrenamt ausführen kannst....
ich glaube nämlich, du machst es wirklich gern! 

Als Anerkennung für die treuen Dienste, für die Jagdgenossenschaft Oberharthausen, möchte ich dir diese Urkunde und diesen Brotzeitkorb überreichen, damit du weiterhin viel Kraft für unsere Arbeit hast. 

Lieber Hans…..Danke!  

Anschließend gratulierte Bürgermeister Bernhard Krempl dem Kassier Hans Schmaißer für 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Jagdgenossenschaft. Da der Geehrte ja auch noch viele andere langjährige Aufgaben in der Dorfgemeinschaft ausübt, wie Mesner und Feldgeschworener, er war lange Jahre im Wasserzweckverband tätig und war auch schon Gemeinderat und Dorfsprecher im Stadtrat von Geiselhöring, möchte er als Bürgermeister seinen Dank aussprechen.
Der Bürgermeister überreichte Hans Schmaißer eine Urkunde und ein Bierkrüger`l der Stadt Geiselhöring.

 

Auch das Landratsamt, in Person von Georg Wagner, Jagdsachbearbeiter der Unteren Jagdbehörde, lobte Hans Schmaißer für 50 Jahre Kassier der Jagdgenossenschaft Oberharthausen. Er wisse niemand in ganz Bayern, der solange ein solches Amt ausübt und bedankte sich bei ihm für seinen ehrenamtlichen Einsatz. Er betonte, dass er auch die Grüße des Landrates Alfred Reisinger überbringen darf, der ihm auch sehr herzlich danken möchte. 
Herr Wagner überreichte Hans Schmaißer einen Bierkrug mit dem Wappen des Landratsamtes Straubing - Bogen


Bericht von Jagdvorsteher Franz Pömmerl und Bilder von Elisabeth Ammer

Das Bild zeigt von links Georg Wagner den Jagdsachbearbeiter vom Landratsamt, Jagdvorsteher Franz Pömmerl, den Geehrten Johann Schmaißer und den Bürgermeister von Geiselhöring Bernhard Krempl

 

 Das Bild zeigt von links Ludwig Kinseher, Georg Wagner Jagdsachbearbeiter, Ludwig Zellmer , Johann Schmaißer , Franz Pömmerl Jagdvorsteher , Johann Aigner Jagdpächter, Wolfgang Gruber, Franz Bauer, Bürgermeister Bernhard Krempl und Ortssprecher Uli Aigner

 

Zeitungsbericht von Elisabeth Ammer

 

 

Jagd
Ja
hr
Wahl
Jahr
 Jagdpächter Jagdpacht Schilling Jagdvorsteher Stellvertreter Beisitzer Kassier Schriftführer  Kassenprüfer
 
1935 Geiger -  Pönning 370,- RM Zellmer Alois        ???
   

Jagdfläche = 1200 ha Oberharthausen + Pönning

           
1951   Fuchs L.+ Karl 400,- DM Peringer Josef Danner Josef Loichinger      
  1953     Peringer Josef Danner Josef        
  1959 Beschluß über die Annahme der Satzung der Jagdgenossenschaft Oberharthausen          
  1959     Märkl Xaver Mayer Xaver keine Schmaißer J. keine keine
1960   Aigner A. Grollhof 800,- DM            
  1965     Märkl Xaver Mayer Xaver keine Schmaißer J. Zellmer Gabi keine
  1968     Mayer Xaver Danner Josef keine Schmaißer J. keine keine
1969   Aigner A. Grollhof 1.300,- DM            
  1972     Meier X. Danner Josef keine Schmaißer J. keine keine
1975   Aigner A. Grollhof 1.650,- DM vorzeitige Jagdverlängerung - Jagdvertrag für 12 Jahre      
  1977     keine Wahl          
  1978 Notvorstand   Zach Jackob          
  1979 Gemeindereform   Gruber W. Pömmerl F. keine Schmaißer J. Pömmerl F. keine
  1983 Gruber Hofübergabe   Pömmerl F.   Satzungsänderung   Zellmer Ludwig  
  1984 Neuwahl   Pömmerl F. Zellmer Hubert Zisterer / Wild K. Schmaißer J. Zellmer Ludwig Peringer / Gürster
1987   Aigner J. Grollhof 2.700,- DM            
  1990     Pömmerl F. Zellmer Hubert Zisterer / Wild K. Schmaißer J. Zellmer Ludwig Peringer / Gürster
  1995     Pömmerl F. Zellmer Hubert Wild K. / Gruber W.   Zellmer Ludwig Peringer / Büchner
1996   Aigner J. Grollhof 2.900,- DM            
  2000     Pömmerl F. Zellmer Hubert Wild K. / Gruber W. Schmaißer J. Zellmer Ludwig Peringer / Büchner
2005   Aigner J. Grollhof 1.600,- €            
  2005     Pömmerl F. Kinseher Ludwig Gruber W. / Bauer F. Schmaißer J. Zellmer Ludwig Peringer / Zellmer M.
  2010  Neuwahl   Pömmerl F. Kinseher Ludwig Gruber W. / Bauer F. Aigner Johannes Grollhof Zellmer Ludwig Zellmer M./
Aigner Johannes Oberharthausen
 2014 Aigner J.+ Gschwind  1.700,-  die Jagd wird für 10 Jahre verpachtet - Aigner Johann scheidet am 31. März 2015 als Jagdpächter aus
 2015 Gschwind Christian

 1.700,-

.          
   2015  Neuwahl   Zellmer M. Kinseher Ludwig

Gruber W. /   Bauer F.

Aigner Johannes Grollhof Zellmer Ludwig Pömmerl M./
Aigner Johannes Oberharthausen
2019  2019 Gschwind Christian + Manfred Kammermeier  1.700,- Zellmer M. Kinseher Ludwig Gruber W. /   Bauer F. Aigner Johannes Grollhof Zellmer Ludwig Pömmerl M./
Aigner Johannes Oberharthausen
   2020  Neuwahl    Zellmer M  Kinseher Ludwig  Gruber W. /   Bauer F.  Aigner Johannes Grollhof  Zellmer Ludwig  Pömmerl M./
Aigner Johannes Oberharthausen
 2024   Gschwind Christian + Manfred Kammermeier  1.900,-   Zellmer M  Kinseher Ludwig   Gruber W. /   Bauer F.  Aigner Johannes Grollhof  Zellmer Ludwig   Pömmerl M./
Aigner Johannes Oberharthausen

 

Bild von links:
Jagdvorsteher Franz Pömmerl, Jagdpächter Hans Aigner, Frau Marianne Aigner, Ehrenkassier Hans Schmaißer

 

 

Bericht von Jagdvorsteher Franz Pömmerl:

Zum besonderen Anlass des 50 jährigen Jagdpachtjubiläums der Familie Aigner Grollhof, hat die Jagdgenossenschaft heuer zum Jagdessen eingeladen.Es sollte ein kleines Zeichen des Dankes für 50 Jahre Jagdpacht sein.  Bei der gut besuchten Jagdversammlung konnte Jagdvorsteher Pömmerl auch Herrn Georg Wagner von der Jagdbehörde begrüßen.Besonders aber begrüßte er den Jagdpächter Hans Aigner und seine Frau Marianne. Die Versammlung gedachte zu Beginn der Versammlung der verstorbenen Jagdgenossen in einer Schweigeminute.Besonders wurde den beiden im letzten Jahr verstorbenen ehemaligen Jagdvorsteher Wolfgang Gruber und Xaver Mayer gedacht. 

Jagdvorsteher Pömmerl hielt in ausführlicher Weise einen Jahresrückblick.

 Die Jagdgenossenschaft kam vergangenes Jahr wieder in vielen Bereichen ihrer Aufgaben nach. Es wurde der Augraben vom Kreuth bis zur Alburger Straße geräumt und der Drainagegraben am Pillinger Weg wurde auch bis zur Gemeindegrenze von Perkam vom Schlamm befreit.Außerdem hat die Jagdgenossenschaft den Dorfgraben noch kurz vor Weihnachten ausbaggern lassen. Bei diesen Arbeiten entstanden Gesamtkosten von 2274,39 €.Zur Instandhaltung der Wege wurden 90 to Schotter benötigt die Kosten von 843,42 € verursachten.Der Straßenhobel wurde von Wolfgang Gruber hergerichtet. Es mussten 300 € aufgewendet werden.Der Jagdvorsteher berichtete, dass die Untere Naturschutzbehörde beim ehemaligen Schießl Feld ein Biotop mit einem Erdwall errichtet. Dabei wurde mit den Lkw`s die Erde herangefahren. Da aber die Feldwege dermaßen kaputt gefahren wurden, hat man über die Stadtverwaltung versucht, dass das Landratsamt die Straßen wieder mit Schotter herrichtet. Dies wird laut Dykert Stefan für das Frühjahr zugesichert.

Zu einem Trauerspiel hat sich die Wiederbelebung des in Vergessen geratenen Dränverbandes entwickelt. Das Landratsamt wollte diesen auflösen, weil keine Aktivitäten mehr vorhanden waren. Die letzte Vorstandschaftswahl war 1974.Da man in der letzten Jagversammlung am 10.3.2009 beschlossen hat, dass dieser Dränverband erhalten werden soll, hat Jagdvortsteher seit 29.4.09 versucht mit dem Landratsamt in Kontakt zu treten, weil man wissen wollte ob die Aufgaben dieses Dränverbandes auch die Jagdgenossenschaften übernehmen könne.Sage und schreibe hat es nun nach 3-maligen Telefonaten mit der Behörde fast ein Jahr gedauert dass man zu dem Ergebnis kam, dass die Jagdgenossenschaften dies nicht übernehmen kann. Es muss eine neue Dräng-Vorstandschaft gewählt werden.Es wurden jetzt aktuell Mitgliederlisten erstellt, damit für eine Mitgliederversammlung eingeladen werden kann.Diese Listen sind am 23.2. per E-Mail an das Landratsamt geschickt worden. Seitdem ist wiederum keine Antwort gekommen. Der Jagdvorsteher Pömmerl zeigte sich enttäuscht von der Gleichgültigkeit dieses Beamten.

Kassier Hans Schmaißer informierte die Versammlung in ausführlicher Form über den finanziellen Stand der Jagdgenossenschaft.Er gab einen Bericht über die Ausgaben und die Einnahen vom vergangenen Jahr 2009. Die Kassenprüfer Peringer Josef und Zellmer Manfred stellten fest, dass Hans Schmaißer die Kasse ordentlich geführt hat. Anschließend wurden der Kassier und die Vorstandschaft von der Versammlung einstimmig entlastet. Die Jagdversammlung beschloss weiter einstimmig, dass der Jagdpachtschilling für Wegebau und Grabenunterhaltung eingesetzt werden soll.Außerdem soll die Feldwegeinfahrt bei Zisterer mit 2 Betonrohren verbreitert werden.

Neuwahlen der Jagdvorstandschaft: 

Jagdvorsteher Pömmerl hielt einen Rückblick der letzten 5 Jahre. 

Die letzte Wahl war am 22. Febr. 2005(bei dieser Versammlung wurde auch die Jagd für 9 Jahre an Aigner Hans verpachtet)

Was hat sich seitdem getan:

  • Instandhaltung der Feldwege: 12.7. 2005 wurde der Oberholzener Weg hergerichtet.Mit dem Bagger wurde der Humus abgezogen und weggefahren.7 LKW – Züge Schotter (170 to) aufgetragen. Die Kosten hat die Stadt übernommen.

    2009 wurde wieder 100 to Schotter von der Fa. Obermeier aufgetragen. Die Stadt übernimmt die Kostenseit 2005 hat die Jagdgenossenschaft auf die Feldwege 288 to Schotter mit Kosten von ca. 2700.- € gefahren. 
  • Unsere Gräben haben wir, wo es notwendig war, geräumt.Augraben, Pillinger Weg Drainagegraben und den Dorfgraben,hier wurden 3532,49 € aufgewendet.

     

  • 16.2.2007  wurde eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen.Abgesichert sind vor allem das Gerüst und die Maschinen die im   Besitz der Jagdgenossenschaft sind.

     

  • Unser Baugerüst wurde sehr gut angenommen.in den vergangenen 5 Jahren wurde es 18 mal aufgestellt. um 450.- € wurde neue Gerüstteile gekauft, 5 x 1 Meter – Steher, dazu 4 Diagonalstangen
  • Mai 2008 wurde ein neuer Mulcher von der Fa. Aumer Kirchroth gekauft Kaufpreis = 4800.- €, der alte Mulcher wurde in Zahlung gegeben.
  • Straßenhobel wurde instand gesetzt, Gruber Wolfgang hat sich dieser Aufgabe angenommen. Hierzu waren Kosten von ca. 300.- € entstanden.
  • An Zuschüssen haben wir von der Stadt Geiselhöring 3940,13 € bekommen
    Stand der Kasse war in etwa wie der vor 5 Jahren, obwohl wir einen neuen Mulcher gekauft haben. 

 

Ich glaube, die Vorstandschaft hat ganz ordentlich gewirtschaftet.Es ist jedes Jahr Rechenschaft abgelegt und die Finanzen offen gelegt worden. Was ja auch die Satzung verlangt.
Ich darf mich deshalb für die gute Zusammenarbeit sehr herzlich bedanken,
vor allem aber…..

bei meinem Stellvertreter Kinseher Ludwig
bei unserem Kassier Schmaißer Hans
bei den Beisitzern Bauer Franz und Gruber Wolfgang
bei unserem Schriftführer Zellmer Ludwig
und bei den Kassenprüfern Peringer Sepp und Zellmer Manfred

Ein besonderer Dank geht auch an unseren Jagdpächter Hans Aignerfür das harmonische, gute Verhältnis miteinander und was auch natürlich wichtig ist, er zahlt immer pünktlich. Danke Hans! 

Herzlichen Dank sagen möchte ich auch bei der Stadt Geiselhöring für die Bezuschussung.Aus eigenen Mitteln könnten wir unsere Feldwege und Gräben nicht so herrichten wie wir es jetzt machen. Wir sind nun mal eine kleine Jagdgenossenschaft, aber die Erhaltung der Wege und Gräben kosten halt sehr viel Geld, ist aber immens wichtig.

 

 

bisherige Vorstandschaft      Aktiv seit
 1. Jagdvorsteher  Pömmerl Franz  1983  27 Jahre
 Stellvertreter  Kinseher Ludwig  2005    5 Jahre
 Kassier  Schmaißer Hans  1959  51 Jahre
 Beisitzer  Bauer Franz  2005  5 Jahre
 Beisitzer  Gruber Wolfgang  1995  15 Jahre
 Schriftführer  Zellmer Ludwig  1983  27 Jahre
 Kassenprüfer  Peringer Josef  1984  26 Jahre
   Zellmer Manfred  2005  5 Jahre


Georg Wagner von der Jagdbehörde leitete anschließend die Wahl Er bedankte sich bei der bisherigen Vorstandschaft für die Arbeit die geleistet wurde. Er führte an, dass es in der heutigen Zeit immer schwieriger ist, dass Menschen Verantwortung übernehmen.


Ergebnis der Neuwahl:

 Jagdvorsteher                 Pömmerl Franz
 Stellvertreter  Kinseher Ludwig
 Beisitzer  Gruber Wolfgang
 Bauer Franz
 Schriftführer  Zellmer Ludwig
 Kassier  Aigner Johannes, Grollhof
 Kassenprüfer  Zellmer Manfred
 Aigner Hannes

 

Jagdvorsteher Pömmerl bedankte sich bei den Gewählten für die Bereitschaft ein Amt zu übernehmen und wünschte allen ein gutes Zusammenarbeiten.Besonders bedankte er sich bei Josef Peringer für 26 Jahre Kassenprüfer, der dieses Amt aus Altersgründen nicht mehr übernehmen wollte.

 


Verabschiedungen von Hans Schmaißer aus dem langjährigen Dienst als Kassier

Lieber Hans, du hast den Wunsch geäußert, dass du das Amt des Kassiers nicht mehr ausüben willst.

Du möchtest in den Ruhestand gehen.
Dieser Wunsch wird dir gewährt.
 
Denn, wenn einer dies verdient hat, dann du lieber Hans.
 
Du hast 51 Jahre treu und ehrlich die Kasse der Jagdgenossenschaft geführt, als ob es dein Eigentum gewesen wäre.
Dafür sind wir dir unendlich dankbar.
 
Im Namen der Jagdgenossenschaft möchte ich dir als Dank und Anerkennung für deine treuen Dienste diese Urkunde überreichen.
 
Lieber Hans,die Vorstandschaft hat in der letzten Sitzung beschlossen,
dass wir dich zum Dank für deine besonderen Leistungen
 
zum Ehrenkassier der Jagdgenossenschaft Oberharthausen
 
ernennen.Wir wünschen dir noch lange Gesundheit und wohl ergehen. 
Danke für alles lieber Hans.

 

50 jähriges Jagdpachtjubiläum – Aigner Grollhof

Liebe Jagdgenossen,
 
 
dass die Zeit wie im Fluge vergeht, beweist immer wieder,wenn Neuwahlen sind, oder noch besser,wenn alle 9 Jahre die Verpachtung der Jagd ansteht.
 
2010 ist für die Jagdgenossenschaft Oberharthausen und für die Familie Aigner Grollhof ein besonderes Datum. 

Denn Zwei Jagdpächter haben hier bei uns Geschichte geschrieben. 
Zuerst hat Alois 27 Jahre lang und nun schon Hans Aigner 23 Jahre das Gemeinschaftsjagdrevier Oberharthausen gepachtet.
 
Also von 1960 bis heute ist die Jagd seit 50 Jahren in Händen von der Familie Aigner Grollhof.
 
Dieses Goldene - Jubiläum ist für uns Anlass, dies gebührend zu würdigen.


Laudatio für Aigner Grollhof  50 Jahre Jagdpächter
 

 

Die Familie Aigner Grollhof hat schon seit jeher mit der Jagdgenossenschaft in Oberharthausen zu tun. 
In der Chronik der Jagdgenossenschaft Oberharthausen findet man zum 21. Okt. 1920 den Eintrag, dass der Jagdvorsteher Johann Aigner Hofbesitzer von Grollhof und der Ziegeleibesitzer Josef Mayr aus Straubing eine handschriftliche Erklärung über eine Einigung zu Jagdbedingungen unterschreiben, die am 7. Nov. in einem Gemeindebeschluss bestätigt wird. 

Wie lange Johann Aigner Jagdvorsteher war, ist nicht niedergeschrieben. 

Die nächste Erwähnung eines Jagdvorstehers ist dann, dass am 15. August 1935der Jagdvorsteher Alois Zellmer und der Lehrer Franz Geiger einen Jagdvertrag der über 9 Jahre geht unterschrieben haben. 

Am 1 April 1960 beginnt ein langes und harmonisches Verhältnis zwischen der Jagdgenossenschaft Oberharthausen und dem Jagdpächter Alois Aigner.Der Jagdvorsteher Xaver Märkl unterschreibt einen 9 Jahresvertrag. Der Jagdpachtschilling wird auf 800 DM jährlich festgelegt. 

1969 wird der Jagdvertrag auf  weitere 9 Jahre verlängert. Der Jagdvorsteher war damals Xaver Mayer. Es wurde da schon  ein Jagdpachtschilling von 1300.- DM jährlich vereinbart. 

1975 stellt der Jagdpächter Alois Aigner den Antrag auf vorzeitige Jagdpachtverlängerung und diesmal für 12 Jahre.

Es gehen zwar die wildesten Gerüchte wegen der Verlängerung umher, aber es stellte sich schnell heraus, dass es keinen besseren, finanzstärkeren und großzügigeren Jagdpächter gab, als Alois Aigner.Der Antrag wurde von der Jagdversammlung genehmigt und es wurde ein Jagdpachtschilling von 1650.- DM jährlich  vereinbart.Der Jagdvorsteher Xaver Mayer unterschrieb den Vertrag. 

Am 31 März 1987 tritt Alois Aigner in den jagdlichen Ruhestand.Nach 27 Jahren als sehr beliebter Jagdpächter, konnte er ein gut geführtes Jagdrevier an seinen Nachfolger übergeben, denn sein Sohn Hans Aigner bewarb sich um die Jagd von Oberharthausen. 

Es gab in der Vorstandschaft nie Zweifel an der Bewerbung von Hans, denn wir wollten einen Jagdpächter der aus unseren Reihen kam. Wie sagt man so schön, „wir wollten die Kirche im Dorf lassen“.Ich weis auch noch genau, dass es keine großen Probleme bei der Verhandlung um den Jagdpachtschilling gegeben hat, denn wir wollten einen Preis, der mit den Jagden in der Umgebung in etwa zu vergleichen war, obwohl immer zu bedenken war, dass wir eine reine Feldjagd ohne Waldanteil haben. Der Jagdpachtschilling wurde auf 2700.- DM festgelegt.Der Jagdpachtvertrag wurde für 9 Jahre geschlossen. 

Am 1. April 1987 beginnt also wiederum eine lange harmonische Zeit zwischen der Jagdgenossenschaft und dem neuen Jagdpächter Hans Aigner 

Unser Jagdpächter ist immer um ein gutes Verhältnis bemüht und möchte es einem jeden Recht machen. Er lädt alle im Dorf jedes Jahr zur Jagd ein, und es wird hinterher großzügig bewirtet.  

1996 wurde die Jagdpacht wieder um 9 Jahre verlängert. Der Jagdpachtschilling wird auf 2900.- DM leicht angehoben. 

2005 wurde die Jagd wiederum an unseren Hans verpachtet. Seitdem kostet die Pacht 1600.- € jährlich und entspricht einem Hektar Preis von 2,97 €.Unsere Jagd umfasst heute 539 ha. 

Liebe Familie Aigner,

es sind nun 50 Jahre, dass Alois die lange Ära als Jagdpächter in Oberharthausen begonnen hat und die du lieber Hans nun schon seit 23 Jahren weiterführst.Ich möchte mich heute im Namen der Jagdgenossenschaft Oberharthausenfür….

50 Jahre harmonisches Miteinander50 Jahre gegenseitiges Vertrauen und Achten50 Jahre gesellschaftliches Leben im Dorfund vor allem 

für 50 Jahre Freundschaft….  recht herzlich bedanken!

Ich wünsche mir, dass dies noch sehr lange weitergeht!
 
Als Zeichen des Dankes möchte ich Euch liebe Fam. Aigner dieses Andenken (Siehe Bild) zu diesem Jubiläum überreichen.

Zum Schluss der Versammlung bedankte sich Vorstand Pömmerl
·    bei Georg Wagner für sein Kommen
·    bei Jagdpächter Hans Aigner für das Freibier
·    bei Lachenschmidt Co für das fotografieren
·    bei der Birgit und der Sofie für die Bewirtung
·    bei den Jagdgenossenen für Kommen
 

 

Bilder vom Abend von Josef Lachenschmidt

 















 

Zeitungsbericht von Elisabeth Ammer:

 

 

 

 

 

 

 


ile laber

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